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UEBER DIE GENETISCHE BEZIEHUNG ZWISCHEN AMITOSE ü. MITOSE.
zerstrent gewesen war, dem Kerne einverleibt würde. Es ist möglich, dass diese Ansicht eine richtige sei, obgleich sie noch erschöpfender factischer Beweise bedarf. Jedenfalls is es erlaubt anzunehmen, dass die bläschenartigen Kernbil-dungen embryonale Chromosoma vorstellen, welche der einfacher gebauten Urzelle eigentümlich sind. Die Anhäufung von Chromatinkörnchen in diesen blasenartigen Gebilden liefert die verschiedenen in Fig. 13 dargestellten Bilder. Demzufolge wird das letzte Entwicklungsstadium der Chromosomen aus bläschen-artigen Kernen dasjenige sein, wenn die Chromatinsegmente ausschliesslich aus Chromatinmasse bestehen, wie das gewöhnlich in Gewebezellen der Fall ist.
Fig. 13, welche unzweifelhaft das Bild von Karyokinese darstellt, wird von Reinhard aus unbekannten Gründen und im Widerspruch zu vielen anderen Autoren, wie aus seiner Zeichnung erhellt, für Amitose gehalten.
Es bleibt mir jetzt noch übrig einige Worte über die typischen Bilder von Karyokinese an den sich furchenden Eiern der Knochenfische zu sagen. Vor allem muss bemerkt werden, dass in allen Figuren der Mitose die achromatischen Teile derselben immer stärker entwickelt sind, als die chromatischen. Dabei kann infolge der klaren Zeichnung und relativen Einfachheit der achromatischen Figuren die active attractive Einwirkung des Centrums der radialen protoplasmatischen Strahlen wie auf den Kern, so auf den ganzen Zellkörper leicht wahrgenommen werden. Fig. 6 giebt unter «b> schon am Parablast davon eine Andeutung, was übrigens mehr oder weniger auch an mehreren anderen der vorhergehenden Zeichnungen bemerkbar ist. Gewöhnlich sieht man dabei gewisse Teile des Kerns passiv der Richtung der activen attractiven Einwirkung folgen. Ich kann noch hinzufügen, dass eine solche Wirkung der Attractionssphäre auch auf das Protoplasma sowie auf das Paraplasma, wenn man unter letzterem alles Uebrige versteht, was zwischen den protoplasmatischen Fäden liegt, deutlich wahrzunehmen ist. Die Einwirkung auf das Protoplasma besteht in Folgendem. So lange die Zelle sich nicht im Teilungsstadium befindet, ist ihre Structur eine netzförmig-faserige, filzartige, ohne irgend welche Anzeichen von Strahlung, wie es oft an Gewebezellen beobachtet wird; kaum aber geht die Zelle, ihr Ruhestadium verlassend, zur Teilung über, so beginnt das Attractionscentrum, um den herum das Protoplasma sich in radiale Strahlen ordnet, zu functionniren. Dabei bilden sich Sphären, welche auf diese Weise an wachsen, bis sie den ganzen Zellkörper ausfüllen. Vom Gesichtspunkte der Zellteilung aus kann das Protoplasma entweder im Ruhezustände der Zelle, solange sich diese nicht teilt, oder während ihrer Teilung, wenn alles in ihr in Bewegung kommt, zum Centrum der attractiven Wirkung hinströmt, betrachtet werden. Kürzer gesagt, während der Ruheperiode der Zelle ist die Structur des Plasma eine netzförmigfaserig—filzartige, während der Teilung derselben eine radial-fadenartige.
Was die Wirkung des Attractionscentrums auf das Paraplasma betrifft, so ist dieselbe leicht an Dotterkörnern zu beobachten, welche während der Teilung der Zelle sich derartig ordnen, dass die grösseren weiter als die kleineren von .dem Attractionscentrum liegen. Es ist kaum auzunehmen, dass eine solche Anordnung von der Grösse der zwischen den Fäden des Plasma befindlichen Zwischenräumen, wie einige glauben, abhängt. Ich habe Gelegenheit