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IÏEBER DIE GENETISCHE BEZIEHUNG ZWISCHEN AMITOSE U. MITOSE.
zu einander einige Thatsachen aus der Furchung der Eier von Knochenfischen anzuführen. Die Aufgabe dieser vorläufigen Mitteilung wird somit darin bestehen. so viel an mir liegt zu zeigen, dass, einerseits, die directe Teilung eine palingenetische Erscheinung ist, die in der Genesis der Zelle der indi-recten Teilung vorausgeht; andererseits - dass Amitose manchmal eine normale Erscheinung ist, auf welche Mitose ohne irgend welchen Nachteil für das Leben des Organismus folgen kann.
Als Object meiner Beobachtung dienten mit Sublimat-Essigsäure fixirte und mit Hämatoxylin und Eisenalaunbeize nach M. Heidenhain tingirte Eier des Corregonus Sp.?)
Ich muss die Bemerkung vorausstellen, dass die von mir untersuchten Eier sich ganz normal entwickelt hatten, da die unberührt gebliebenen in der Folge (am 3 5—55 Tage) ganz gesunde und kräftige Brut gaben.
In dieser Mitteilung werde ich hauptsächlich zwei Stadien der Teilung der Eier beschreiben: erstens ein jüngeres Stadium, zweitens ein der Gastrulation sehr nahe stehendes. Eine solche Anordnung trägt mehr oder weniger den Charakter einer natürlichen, da in dem ersten Falle sich dem Auge ein Bild darbietet, das die Kennzeichen der uns interessirenden directen Teilung darstellt, während in dem zweiten—Phasen indirect er Teilung beobachtet werden können, die jedoch solche Eigentümlichkeiten darbieten, welche die Karyokinese der Amitose nähern.
Bei aufmerksamer Betrachtung der Teilung der Eier von Knochenfischen in frühen Stadien wird man im Allgemeinen ein Bild gewahr, in welchem der grösste Teil der Blastomere aus scharf ausgedrückten Strahlen besteht, die alle in einem Centrum — der Attractionssphäre — Zusammentreffen, der schwach differencirte Kern hingegen sich von dem ihn umgebenden Plasma nicht schart
abhebt. Fig. 1. *) stellt ein solches Elastomer dar, aus dessen eines Centrosoms entbehrendem Centrum protoplasmatische radiale Strahlen ausgehen. Ehe diese die Zellenhaut erreichen, biegen sie gleichsam in tangentialer Richtung ab und verflechten sich mit einander. Aus diesem Grunde erscheint die ganze Zelle von einer protoplasmatischen Zone umgeben, die aus filzartig verwirrten, gewöhnlich schwächer, als der Zellkörper gefärbten Fäden besteht (F. La). Im Ganzen erhält man den Eindruck, als sei eine Zelle mit radialer Structur des Plasma in einer zweiten enthalten, die eine netzförmig faserige Structur aufweist 2). Wenn man die Strahlungen für das Resultat der Anziehungskraft der Sphäre auf das Plasma ansieht, so muss die peripherische Zone für den Teil der Zelle gelten, welcher ausser dem Wirkungskreise derselben liegt und in der Folge
‘) Alle Abbildungen sind mit dem nack Y» II, Oc. .\i 3.
-) Solche Erscheinungen erinnern Zellenvermehrung.
Abbe’schen Zeichenapparat gezeichnet. Horn. Imin. Hart-an von einigen Autoren beschriebene Fälle von endogener