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ZUR LEHRE YON DEN STOMATA DER SERÖSEN HÖHLEN.
Aus diesem Grunde bietet das allmählige Wachstum des Kerns und dessen sich allmählig complicirende Individualisation während der Furchung der Eier der Knochenfische, ferner die hier erscheinenden eigentümlichen cytologischen Bilder, vor allem aber die directe Teilung, bietet dies alles unzweifelhafte Spuren der Genesis der Zelle dar und wirft ein Licht auf die Frage von der genetischen Beziehung zwischen den beiden Formen der Zellenteilung.
Und in der That sieht man in dem Bilde der Entwicklung des Individuums gewöhnlieh den verkürzten und modificirten Weg, den die Phylogenese genommen hat, wobei hauptsächlich der Ursprung der Keimblätter und der Organe, ungefähr mit dem Blastulastadium beginnend, unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. In unserem Falle jedoch erlauben die oben beschriebenen Thatsachen weiter zu gehen. AVenn man an einem reifen befruchteten Ei (im gegebenen Falle demjenigen eines Knochenfisches) cytologisch den Furchungsprocess verfolgt, so gelingt es in diesem äusserst schnell vorübergehenden Stadium der Entwicklung unzweifelhafte Spuren der Genesis der Ur-zelle, ehe sie die Grundlage der Metazoen wurde, wahrzunehmen.
Zur Entscheidung der Frage von der Genesis der Zelle wendet man sich mit Nutzen dem Studium cytologischer Erscheinungen bei den Protozoen zu, doch sollte man auch die sich furchenden Eier der Knochenfische und vielleicht auch anderer Tiere nicht vernachlässigen. Dieses bis jetzt noch wenig untersuchte Material, welches, wie wir gesehen, viel Interessantes bietet, wiederholt, vielleicht, ontogenetisch Erscheinungen aus dem Leben solcher einzelligen Organismen, die jetzt schon verschwunden sind.
Zum Schlüsse halte ich es für eine angenehme Pflicht dem verehrten Herrn Prof. I. Ognew, in dessen Laboratorium die vorliegende Arbeit ausgeführt wurde, meinen innigsten Dank hier auszuspreehen.
Zur Lehre von tfeu Stomata «1er seröseu Höhlen.
Von Dr. P. U s s o w,
Aus dem histologischen Institut der Kaiserlichen Universität zu Moskau.
Die Fähigkeit des Zwerchfells, sehr fein verteilte unlösliche Substanzen zu absorbiren, wurde zuerst von Recklinghausen beobachtet. Seitdem ist dieses Organ, namentlich dessen Centrum tendineum, der Gegenstand zahlreicher Untersuchungen gewesen, welche den Zweck hatten den feineren Bau desjenigen Apparats zu zeigen, dem das Zwerchfell die Fähigkeit verdankt unlösliche Teilchen aufzusaugen. Im Allgemeinen waren die Untersuchungen auf die