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ZUR LEHRE VON DEN STOMATA DER SERÖSEN HÖHLEN.
so ist es nicht möglich sich vorzustellen, auf welche Art sich bei der gewöhnlichen Herstellungsmethode von Silberpräparaten, anstatt einer Vertiefung, eine Erhöhung, und zwar eine ganz regelmässige, bilden könnte. Mit einem Apochro-mat, von 3 Mm. und einem Ocular compens 4 sieht man, dass die kleinen Zellen die unmittelbare Fortsetzung des peritonealen Endothels sind und dass ihre Grenzlinien ebenso regelmässig wie bei dem Endothel des Bauchfells überhaupt gestaltet sind.
Beim vorsichtigen Senken des Objectivs wird man gewahr, dass die oben beschriebenen Stellen bald durch andere ersetzt werden. Diese zweite Schicht liegt der ersten sehr nahe, so dass sie beim Drehen der micrometrischen Schraube um ungefähr 1 Teilung sehr scharf hervortritt. Die Zellen dieser Schicht sind grösser, ihre Grenzlinien sind tief gezackt—mit einem V orte (s ist klar, dass wir das Endothel eines Lymphgefässes vor uns sehen. Diese Zellenschicht weiter verfolgend, gelangen wir leicht zur Ueberzeugung, dass dieselbe mit der oberen Endothelschicht der beschriebenen oberflächlichen Lymphgefässe ein Ganzes bildet. Nachdem wir die Grenze der kleinzelligen Gruppen überschritten haben, müssen wir das Objectiv nach und nach immer tiefer senken um die uns interessirende Zellenschicht ununterbrochen beobachten zu können, da das Endothel zwischen den Gruppen ungefähr 4 u. tief liegt. Es kann somit der Schluss gezogen werden, dass das Endothel der peripherischen Wand der oberflächlichen Lymphgefässe an den Stellen der einzelligen Gruppen sich den kleinen Zellen des peritoneale Endothels unmittelbar anscliliesst.
Die weitere Beobachtung der Verbreitung des Lymphendothels _ zeigte, dass die kleinzelligen Gruppen grösstenteils an den Stellen liegen, wo die Verzweigungen und die Ranvier .sehen Säcke von dem über der intertendinösen Spalte liegenden Gefässe abgehen.
Was diese Spalten anbetrifft, so unterhegt keinem Zweifel, dass in denselben die Gefässe hegen, welche die lymphatischen Netze der beiden Seiten des Zwerchfells verbinden; auch habe ich Gelegenheit gehabt zu beobachten, dass der Querschnitt derselben dem Umkreise der Spalte nicht immer entspricht und dass ihre cylindrische Form manchmal deutlich zu unterscheiden ist. Das Endothel der pleuralen Seite enthält, soweit meine Beobachtungen reichen, keine kleine Zellen, was auch von denjenigen anderer Forscher bestätigt wird.
Bei dem Meerschweinchen ist der Typus der Verbreitung der Lymphgefässe und der Verteilung des Endothels von verschiedener Grösse im Allgemeinen derselbe, doch weisen die kleinen Zellen des peritonealen Endothels keine solche Minimalgrössen auf wie bei den Kaninchen.
Alles Gesagte zusammenfassend, kann man für die Verbreitung der Lymphgefässe des Zwerchfelles der von mir untersuchten Säugetiere einen allgemeinen Typus aufstellen. Derselbe wird dadurch characterisirt, dass sowohl auf der peritonealen, als auch auf der pleuralen Seite des Diaphragma ein Netz von Lymphgefässen vorhanden ist, wobei dasjenige der peritonealen Seite aus Ge-fässen von geringerem Caliber, Lymphcapillaren, besteht, welche kleinere Maschen bilden und deren Hauptverzweigungen hauptsächlich die radiale Rieh-