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PHYSIOLOGISTE KÜSSE
RÉDIGE PAR
M. Léon Morokhowetz,
Professeur de physiologie à l’Université Impériale.
MOSCOU.
Vol. I.	12 juin 1899.	N°N° 12—14.
Ilikroscopisclie Uutersucliunsçcu der durch (leu Heiz der Vasodilatatoren verursachten Veränderungen der Bintstroines.
Vom Priv.-Docenten Dr. I. S î a W C ï I I 0,
aus dem Institut der allg. Pathologie der K. Universität zu Moskau.
,■ Wir wissen nichts Bestimmtes über den Mechanismus der Wirkung der Vasodilatatoren» sagt in der Einleitung zu seinen «Leçons sur l’appareil vasomoteur» Vulpian *), einer der Gründer der jetzt herrschenden Hypothese, nach welcher die gefässerweiternden Nerven nur als Hemmungsnerven auf die peripherischen Nervencentren, denen man die Verwaltung des Tonus der Arterien zuschreibt, wirken sollen. Es bildet aber die Erläuterung des Mechanismus der Wirkung der Vasodilatatoren an und für sich schon eine höchst wichtige Frage, da einige Autoren den gefässerweiternden Nerven bei der Bildung der Lymphe (Neisser2), bei der Erzeugung der neuropathischen (angioneurotischen) Oedeme (Striibing3, Neisser2), der Katarrhe (Stein*) und Entzündungen (Brown-Sequard3 und Stricker0) und sogar bei der Entstehung der Immunität (Bouchard') eine besondere Bedeutung zuschreiben. Nach der Meinung Schiffs"), ensteht durch den Beiz der Vasodilatatoren eine active (vom Blutdrucke unabhängige) Erweiterung der kleinsten Gefässe. Für die Möglichkeit der Annahme, dass die kleinsten Arterien und die kapillaren die Fähigkeit haben sich activ zu erweitern, spricht sich auch Stricker0) aus. Diese seine Meinung gründete Stricker ) auf die höchst interessanten Versuche von Weber '), Ryneck4 °) und Vulpian*), die er folgendermaassen beschreibt.
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