﻿EIN NEUES VERFAHREN CO, ZU MESSEN.
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gemacht und tritt durch das Austrittsventil H frei heraus. Auf diesem Wege, etwa in den Punkten a und b, diesseits der Natronflasche'2) und jenseits des Befeuchters F, wird ferner ein Theil der Ausathmungsluft (behufs ihrer späteren Analyse auf C0.2) in die Cylinder c und g gleichmässig und unauflörlich während der ganzen Dauer des Versuches abgeleitet. Sorgt man endlich dafür, dass die Temperatur der Luft in dem Ausathmungsrohre an den Ableitungsstellen a und b constant und die gleiche bleibe, so werden offenbar alle Erfordernisse des Princips erfüllt. Der einzige schwache Punkt des Verfahrens ist der fühlbare Athmungswiderstand seitens der Lauge in der Natronflasche. Uebrigens kann derselbe so gering gemacht werden, dass das Atlimen, obgleich nicht ganz frei, doch imbeschwerlich wird.
Jetzt will ich die Eigenthümlichkeiten der einzelnen Theile des Apparates beschreiben, mit dem Einathmungszweige desselben beginnend. Soweit die Versuche in geschlossenen Räumen stattfinden, ist es geboten die einzuathmende Zimmerluft von CO, frei zumachen. Zu dem Ende hat die Luft erst die cv-
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lindrische Erweiterung (Fig. 2, A.) des Rohres B zu passiren, welche mit in Natronlauge getränkten Bimssteinstücken gefüllt ist, und hierauf durch das Rohr B: dessen Wände ebenfalls von Lauge benetzt sind, in den geräumigen Ballon C (von 60—70 Lit.
Inhalt), welcher eine Schicht Lauge am Boden hat, einzutreten. Es dient somit zur Athmung nicht unmittelbar die äussere Luft, sondern diejenige des Ballons, und zwar nachdem dieselbe den Befeuchter I) passirt hat. Jenseits des letzteren werden im Laufe des Versuches Proben der einzuathmenden Luft in das mit 2 Hähnen versehene und mit Hg gefüllte Rohr //, behufs der Analyse auf 0,. abgeleitet. Diese Proben enthielten nie CO2. Nebst diesen wesentlichen Theilen des Einathunungszweiges gehört zu demselben noch der Ansatz E zur Registrirung der Anzahl und der relativen Tiefe der Athembewegun-geu. Wir bedienen uns zu dem Ende einfach einer mit dem Gange in Verbindung stehenden Marey'schen Kapsel. Die Zeit wird dabei ebenfalls durch einen elektro-magnetischen Markirer registrirt.
Die Despirationsmaske. Anstatt des bekannten Mundstückes mit zugeklemmter Nase bediene ich mich einer den Mund und die Nase umgebenden Maske, welche dem Menschen gestattet durch beide Oeffnungen zu atlimen. Dieselbe hat die Gestalt eines an das Gesicht dicht anliegenden hohlen Kegels (siehe die Phototypie), dessen Wände aus in heissem Wasser erweichtem Hartgummi geknetet sind. Die teigartige Consistenz des letzteren gestattet nämlich leicht der Maske eine der Configuration des gegebenen Gesichtes wollkom-men anpassenden Form zu geben. Man verfertigt dieselbe erst annähernd richtig; und später, wenn sie hart geworden ist, erweicht man nur deren frei-
-) In der weiteren Beschreibung werde ich stets den Ausdruck „Natronflasche“ für die Bezeichnung des Laugenbehälters in dem Expirationstractus gebrauchen.