﻿EIN NEUES VEKFAHKEN CO., ZU MESSEN.
199
fr-
j
•H-6
1L
des Expirationstractus taucht, mit warmem (um ein Paar Grad höher als das Quecksilber) Wasser zu füllen. Hierauf folgt die etwas umständlichere Opera-tion des Füllens der Natronflasche mit der Lauge; diese Operation besteht aus dem Ueberführen dieser Flüssigkeit aus dem Vorrathsbehälter (Fig. 6. II) in den für das Abmessen der Lauge dienenden Kugelrohrapparat (Fig.
7. III) und erst von diesen in den Laugenreci-pienten des Expirationstractus. Ein grosser Vorrath
an Natronlauge ist bei unserem Versuche unbe-	b
dingt nothwendig, weil man hundeite von Ccm

Fig. 6 CH.
davon für einen einzigen Versuch braucht und weil letzterer gestattet den Gehalt der für viele Versuche dienenden Flüssigkeit an gebundener CO, aus einer einzigen experimentellen Bestimmung zu erkennen. Ebenso unentbehrlich ist der Apparat zum Abmessen der Lauge, weil dieses weder an dem Vorrathsbehälter noch an der Natronflasche, wegen ihrer Figur und Dimensionen, möglich ist. Es ist kaum noting hinzuzufügen, dass sowohl der ganze Expirationstractus als der Messapparat erst nachdem sie von der (70,—haltigen Zimmerluft befreit sind mit NaHO gefüllt werden;
und ferner, dass auch während des Füllens die äussere Luft nirgendwo eindringen kann, vTeil der Messapparat sowohl mit dem Vorrathsbehälter als mit der Natronflasche mittelst aneinander angeschliffener Röhren verbunden wird.
Nach dem Anlegen der Maske begint nun die Respiration und die Registrirung der Athembewegungen, während die Ableitung der Luft in die Cylinder il/ und N um einige Minuten (etwa 5 — 6) später geschieht, damit der Expirationstractus sich mit der ausgeathmeten Luft fülle, ehe das Sammeln derselben beginnt; so lange die Respiraration dauert, hat man nichts weiter zu thun als die Temperatur der Ausathmungsluft an der 2-ten Ableitungsstelle von Zeit zu Zeit zu corrigiren, da dieselbe an der 1-en Ableitungsstelle so gut wie constant bleibt. Bis jetzt haben unsere Versuche höchstens 2 Stunden gedauert.
Nach Beendigung des Athmungsversuches bleiben nur noch zwei Operationen übrig1): 1) die Analyse der an beiden Ableitungsorten gesammelten Luft auf CO,; und 2) die Bestimmung der von der Lauge absorbirten CO,— Menge, d. h. die Ermittelung der Zahlenwerthe
p, a und A in der Formel X= A	Diese Formel
p — q
zeigt unmittelbar, in welch hohem Grade die Richtig-
*) Ich übergehe hierbei die von selbst verständlichen, auf den Schluss des Versuches unmittelbar folgenden Manipulationen, wie das Unterbrechen des Quecksilberausflusses, das Absperren der Luftsammler von dem Expirationstractus, das Ueberführen des Gases aus M und N in die Absorptionsröhren u. s. w.