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EIN NEUES VERFAHREN CO, ZU MESSEN.
in den Bestimmungen von p und <p und zwar wenn sie ausnahmsweise so Zusammentreffen, das sowohl der Zähler als der Nenner des Bruches A.-----------
p—q
dadurch fehlerhaft vergrössert oder vermindert wird. Aber auch in solchen Ausnahmsfällen kann der totale Fehler kaum mehr als 2— 3°/0 betragen, da die Ablesungsfehler in unseren Analysen meist auf die dritte Décimale fallen.
Der zweite Uebelstand der Methode besteht in dem für die Versuchsperson allerdings nicht lästigen, jedoch nicht ganz freien Athmen, bedingt durch den Widerstand in der Natronflasche. Ich habe natürlich nicht unterlassen, die Grösse desselben mit der daraus entspringenden Zunahme der respiratorischen Muskelarbeit zu messen. Zu dem Ende wurde in das Ausathmungsrohr vor der Natronflasche ein Wassermanometer eingesetzt und die Maxima der AVassersäuleerhebungen notirt. Dieselben betrugen höchstens 13 Mm., woraus die Zunahme der Muskelarbeit für 1 Stunde Respiration gleich 5,85 Mk. sich berechnen liess '). Um ferner zu erfahren, in welchem Grade die Production von GO, durch diesen Umstand beeinflusst war, ersetzte ich in 2 Versuchen die Natronflasche durch ein vertical aufgestelltes Rohr von 1 M. Länge und 25 Mm. Durchmesser, längs dessen innerer Wand eine continuirliche Schicht Lauge herabfloss und sich in einen vor dem Eindringen der äusseren Luft geschützten Behälter sammelte. Die Ausathmungsluft stieg in dem Rohre von unten nach oben dessen ganzer Länge nach, und die Ausathmung war allerdings vollkommen frei; jedoch brauchten die Versuche so viel Lauge, dass die Beobachtung zu kurz war um sichere Ergebnisse zu geben. Die Frage ist also einstweilen als offen zu betrachten.
Im Ganzen habe ich bis jetzt nur 6 Versuche an drei verschiedenen Individuen angestellt, und da sie mir alle sehr befriedigende Resultate ergaben, entschloss ich mich die ganze Arbeit zu veröffentlichen, um so mehr als es mir dabei eigentlich nur um die Beweisführung galt, dass das Verfahren gute Resultate liefern kann. Alle Versuche wurden an Individuen in halb liegender Stellung, bei vollständiger Ruhe und, mit einer emgigen Ausnahme (’Versuch W 5), zur Periode der Verdauung, 3—4 Stunden nach einem leichtem Morgenfrühstück angestellt. Zu den 3 ersten Versuchen diente ein schwächlicher junger Mann (Laboratoriumsdiener, 19 Jahre alt, von 45 Kilo Körpergewicht), welcher in allen 3 Versuchen eine Zeitlang schlief, besonders tief in dem ’Versuche 2). Die nächsten wurden, umgekehrt, an einem gesunden, starko-ebauten jungen Manne (Ofenheitzer des Laboratoriums, von 64 Kilo Körpergewicht) angestellt. Bei diesem waren, von allen 3, die Athembewegungen am regelmässigsten, auch dauerte jeder Versuch an ihm 2 Stunden. Der erste davon, JV» 4, entspricht der Verdauungsperiode, JV« 5 dem nüchternen Zustande. Endlich atlunete in dem Versuche 6 ein höchst starkgebauter junger Mann, von hohem Wuchs, 75 Kilo wiegend—ein directer Gegensatz des Indi-
*\ Dieser Plus an Arbeit entspricht der Hebung des Gewichtes der im Laufe einer Stunde ausgeathmeten Luft auf die Höhe der als Luftsäule berechneten Wassersäule, oder was dasselbe ist & der Hebung auf die beobachtete Höhe der Wassersäule des Gewichtes des dem Luftvolnmen gleichen Volumens Wasser. Setzt man die im Laufe 1 Stunde ausgeathmete Luftmenge gleich 450 Lit., so ist die gesuchte Grösse gleich X4o0 Kgr. X f^ôlo M. —5,85 Mk.