﻿ZUR PHYSIOLOGIE DER SCHNECKE.
243
zu erwarten.
Prüfung derselben mittelst Schwebungen in verschiedenen Octaven hat mir allerdings, seihst in den gelungensten Fällen, das Vorhandensein eines einzigen oder zweier Obertöne ergehen; dieses war aber schon a priori Auch ist in den Versuchen nur der Umstand wichtig, dass man durch eine an die Haarzelle angebrachte Dämpfung die Schwingungen des Systems soweit regu-liren kann, dass sie für das scharf empfindende Ohr wie einfache Töne klingen, und ferner— die äussere Aehnliclikeit unseres Dämpfers mit der membrana tectoria.
Auf welche Weise kommt nun die Reinigung des Klanges zu Stande? Für die Beantwortung dieser Frage war es nötig die Schwingungen der Haarzelle sichtbar zu machen, und dieses einfach die Mit-der zur Bf las-
ergab en ganz
Schwingungen
tnng
der Zelle angewandten
Quecksilbermasse.
Man braucht Hierzu nur ein flaches Uhrglas so an die Stäbchen anzukleben, dass dessen Rand concentrisch mit dem äusseren Umfange der Zelle verlaufe, und so viel Quecksilber in die Schale einzugiessen, dass die Mitte des Meniscus ziemlich flach erscheine. Wird nun die Quecksilberoberfläche mit Lycopodiumpulver bestreut und der Apparat absichtlich in unregelmässige Schwingungen versetzt, so beantwortet dieselben die metallene Oberfläche durch unregelmässige Strömungen der Pulverteilchen mit plötzlichem Entstehen und Verschwinden fender Knotenlinien. Gelingt es und des Abstandes des nehmen die Schwingungen des
beiden Endstäbchen
vereinigenden
verschiedenen Orten radial verlau-durch Regulirung der Stromstärke den Klang rein zu machen, so Quecksilbers einen beständigen Charakter
die
Diameters, geht ein mehr
an
hingegen Elektromagneten
Schwingungen
an: an seiner Oberfläche, und zwar gewöhnlich in der Richtung des
oder
we-