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UEBER PEN EINFLUSS DER VERSCHIEDENEN STRAHLEN.
In den Jahren 1876 und 1878 stellte Young sehr interessante Versuche an einer Reihe von tierischen Organismen: Pana temporatia, Puma esculenta. Sahno trutta, IAmnea stagnalis, an, wobei der Autor wertvolle Angaben über die von ihm befolgte Methodik macht, die von seinen Vorgängern erhaltenen Resultate in Betracht zieht und die eigenen kritischer Erwägung unterwirft. Zu seinen Versuchen bediente sich Young gläserner Gefässe, die ineinander gestellt, während die Zwischenräume zwischen deren Wandungen mit farbigen Flüssigkeiten gefüllt wurden. Bei den Experimenten an Rana temporaria und Pana esculenta wurden die Froschlarven, die sich entwickelt hatten, genau gemessen, und der Autor giebt einige Tabellen, aus denen zu ersehen ist, dass das Maximum an Länge und Breite auf diejenigen Organismen fiel, die sich in den violetten Strahlen entwickelt hatten; dann kamen in abnehmender Reihenfolge die durch die blauen und gelben Strahlen und das weisse Licht beeinflussten. Die roten und grünen Strahlen stehen der Entwicklung hinderlich entgegen. Später, im Jahre 1880, entsagte Young auf Grund seiner Versuche an Loligo vulgaris, Sepia officinalis und Giona intestinalis seiner früheren Ansicht in der Hinsicht, dass die roten und die grünen Strahlen die Entwicklung zwar nicht begünstigen, dieselbe aber auch nicht verhindern. Auch fehlt es den Versuchen an Einheit, da seine Experimente an Convoluta Sen ul teil und Hydra viridis Young die Ueberzeugung aufgedrungen haben, dass sich diese Organismen zu verschiedenen Strahlen des Spectrums ganz verschieden verhalten. Convoluta Scliultzii entwickelt sich nämlich in gleicher Weise unter den violetten und unter den grünen Strahlen, während Hydra viridis sich am schnellsten unter den roten entwickelt und die violetten auf dieselbe sogar ungünstiger wirken als die grünen.
Es sind noch einige Worte über die an Säugetieren von Erast Gorba-cewicz angestellten Versuche (1883) zu sagen. Der Autor brachte junge Hunde. jedesmal eines und desselben Wurfes, sogleich nach der Geburt in Glaskasten mit doppelten Wänden und füllte die Zwischenräume zwischen den letzteren mit farbigen Lösungen. Alle 10 Tage wurden die Tiere gemessen und gewogen Der Unterschied in der Entwicklung derselben war ein sehr bedeutender, doch war die Reihenfolge der verschiedenen Strahlen nicht immer die gleiche.
Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass die lebhaftesten Strahlen sich am wirksamsten erweisen, so dass sich die Reihenfolge derselben in absteigenden Stufen folgendermaassen gestaltet: rot, orange, grün, violett.—Zur Frage über die Veränderung der Färbung unter dem Einflüsse der verschiedenen Strahlen des Spectrums übergehend, muss ich gestehen, dass ich nur zwei Autoren nennen kann, von denen der eine zu einem negativen Schlüsse gelangt ist. Bei Gräber ist ein Versuch an Yanersa polycldoros angeführt. Wenn die Raupen dieses Schmetterlings unter gelbem Glase auferzogen werden, so erscheinen bei dem erwachsenen Insekt anstatt der gewöhnlichen blauen Flecken am Rande der Flügel—graue. Ein anderer, von Scho-di ausgeführter Versuch gab ein negatives Resultat. Die Schmetterlinge aus den Raupen von Euprepia caja, welche sich unter violettem, blauem und rotem Glase entwickelt hatten, unterschieden sich äusserlich in keinerlei Weise von einander, nur waren die un-