﻿Azimutlialer luductionsapparat ').
Yon Leo Morochowetz,
Professor der Physiologie an der K. Universität zu Moskau.
Der von uns construirte azimuthale Inductionsapparat hat den Zweck, die allgemein bekannten Mängel des Inductionsapparates mit ausziehbaren Spulen des sogenannten Schlittenapparates von Du-Bois Reymond zu beseitigen.
Die schon längst beobachtete Bedeutung des Winkels, unter welchem die Axen der Spiralen sich in irgend einem Inductionsapparate schneiden, gab unlängst Veranlassung zu einer exacteren Untersuchung des betreffenden Gegenstandes bezüglich der Anwendung des Du-Bois Reymond’schen Apparates l 2).
Bowditch näherte die secundäre Spirale des Schlittenapparates der primären nur soweit, um noch die Rotation der ersteren um die verticale Axe, die durch die Mitte der horizontalen Axe hindurchgeht, bewerkstelligen zu können und bemerkte dabei, dass die Stromstärke mit der Zunahme des Winkels, unter welchem die Axen der primären und secundären Spiralen sich befinden, und namentlich ungefähr von 90°—0°, proportional dem Cosinus des Winkels wächst; die Nullstellung entspricht der Congruenz der beiden Spi-ralaxen.
Um bei der Beurtheilung der Wirkung der Inductionsapparate ausschlies-lich die Beziehungen der Winkelgrösse benutzen zu dürfen und die bei gegebenen Spiralen möglichst hohe Stromstärke erlangen zu können, con-struirten wir einen azimuthalen Inductionsapparat, in welchem der primären Spirale, deren Windungen aus gewöhnlichem für primäre Spiralen gebräuchlichem Drahte bestehen, eine etwa kugelige Gestalt gegeben wurde, indem die Länge der Spirale ungefähr der Breite gleich gemacht wurde. Die primäre Spirale B befindet sich frei auf einer verticalen Axe in der canalartigen Höhlung der secundären Spirale a, welche letztere der Länge nach dem Durchmesser der primären gleich kommt und zahlreiche Windungen besitzt, die zu-
l) Aus der Zeitschrift für Biologie, 1897.
-) B o w d i t c h, Proced. of the american academy of arts and sciences. 1875 Oct. 12.
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