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Phosphor wolframsäure löst sich der Niederschlag von Argininphosphonvolframat vollkommen. Um das Arginin durch Phosphorwolframsäure möglichst vollständig auszufällen, muss man einen gewissen Ueberschuss des Reagens verwenden, so dass der Gehalt der Flüssigkeit an freier Phosphorwolframsäure i/1—3/4 u-n betrage; in Gegenwart von Schwefelsäure ist der Niederschlag von Argininphos-phonvolframat merklich leichter löslich als in reinem Wasser, doch kann die Löslichkeit des Salzes in verdünnter Schwelsäure durch einen weiteren Zusatz von Phosphorwolframsäure vermindert werden; diese Verhältnisse haben eine praktische Bedeutung bei der Fällung des Arginins mittelst Phosphorwolframsäure. In 1 Liter Wasser bei genügendem Ueberschuss von Phosphor wolframsäure bleibt etwa 0,07 Grm. Arginin als Phosphorwolframat gelöst.
Argin inkupfern it rat (C^ ,jV4 0._.)2. Cu(XO^).2 -+- 3 l/,K2 0 ') krystallisiert in kugelförmigen, sehr schönen Aggregaten von dunkelblauen Nadeln oder dünnen zugespitzten Prismen. Die Lösungen des Salzes reagieren alkalisch, i Theil. Salz löst sich bei 13" in 95,5 Theilen Wasser, oder 100 Theile Wasser lösen 1,05 Theile Salz. Das Salz schmilzt in seinem Krystallwasser bei 112°—114"; das krystallwasserfreie Salz schmilzt unter starker Zersetzung bei 2329—234".
Argininhipfersulfat ( C61I{ 4 N, 0,),. Cu SO, -+- 5 i/iHi 0 krystallisiert dem Argininkupfernitrat ähnlich. Das krystallwasserhaltige Salz schmilzt bei etwa 110"; der Zersetzungspunkt von dem entwässerten Salze liegt bei 235"—238".
Saures Argininsilbernitrat QH^N^O, . HNO.t-t-AgNO.s krystallisiert in gut ausgebildeten (bis zu 4 Cm. lang), nadelförmigen, farblosen, durchsichtigen, schief abgeschnittenen Prismen, die gewöhnlich büschelförmig gruppirt sind; die heissen gesättigten Lösungen erstarren strahlig krystallinisch. Die Reaction der wässerigen Lösungen ist sehr schwach sauer. 1 Theil Salz löst sich bei 15,5°—16° in 7,27 Theilen Wasser oder 100 Theile Wasser lösen 13,75 Theile Salz. [A]lj2° = -»-5,60 (c = 8,479°/0). Das Salz schmilzt unter starker Zersetzung bei 180°—183".
Basisches Argininsübernitrat CtjIIt, N, 0, . AgX03 -+- V.AL 0 krystallisirt in rosetten- oder warzenförmigen Aggregaten von farblosen, durchsichtigen, schief abgeschnittenen Prismen. Die Lösungen reagiren stark alkalisch. 1 Theil Salz löst sich bei 16,5° in 88,7 Theilen Wasser oder 100 Theile Wasser lösen 1,13 Theile Salz. Basisches Argininsilbernitrat schmilzt bei 164" unter Zersetzung.
Argininsilber. Versetzt man 1 Molekül Argininsübernitrat in einer wässerigen Lösung mit 1 Molekül Silbernitrat und mit der Menge von Barythydrat resp. Natronlauge, die notwendig ist, um die Salpetersäure vollständig zu binden, so bildet sich ein voluminöser, schneeweisser, amorpher Niederschlag von zwei verschiedenen Silberbasen, dessen Zusammensetzung ungefähr SCsHttAgiNiOi -*- C6HliAg,NtOî -+- K2 0 ist und der etwas Kohlensäure aus der Luft, wie das freie Arginin selbst, anzieht. Versetzt man eine wässerige Lösung von saurem Argininsübernitrat ohne Zusatz von Silbernitrat mit der berechneten Menge von einem Alkali, so wird die Verbindung
*) Nach Schulze und Steiger (Ztschr. f. phys. Ch., Bd. 11, S. 52) und nach Hedin (ibid., IhL 20, S. 191) enthält das Salz 3 Moleküle Krystallwasser.