﻿METHODE CE ELOl DIX SERIEN MIT WASSER UND EIWEISS AUFZUKLEBEN.
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und daher unvermeidliche Weg ist. wodurch diese Methode ihre Wirksamkeit ausübt, während die Celloidinschnitte das Austrocknen bekantlich durchaus nicht vertragen und dabei ganz zu Grunde gehen.
Auch die combinirte Wasser- und Eiweissmethode, soweit sie, wie bei Pa-rathnschnitten, durch Austrochien wirkt, ist auf Celloidinschnitte absolut nicht anwendbar. Desshalb können wir bei Celloidinsclmitten weder die Methode von Duval, noch die von Henneguy oder die sogenannte japanische Methode anwenden; eben weil bei diesen Methoden das Aufkleben durch Antrocknen erreicht wird.
Die vortreffliche Wasser- und Eiweissmethode kann nur dann Anwendung auf Celloidinschnitte Anden, wenn wir das Austrocknen resp. das Antrocknen der Schnitte vollständig vermeiden und die Möglichkeit finden das Aufkleben durch ein anderes Verfahren (anderes Prinzip) zu bewirken.
Ich glaube diese Möglichkeit gefunden zu haben und zwar unter Mitbenutzung der von Reinke für Paraffinschnitte vorgeschlagenen Abänderung der sogenannten japanischen Methode, das heisst durch Gerinnenlassen des Eiweis-ses auf dem Objectträger, bevor er mit Schnitten beschickt wird.
In Folgendem glaube ich ein Verfahren empfehlen zu können, das die combinirte Wasser- und Eiweissmethode auf alle Celloidinschnitte absolut sicher und in einfachster Weise anzuwenden ermöglicht und dabei das Glätten und Ordnen der Schnitte in unbeschränktem Maasse gestattet, ein Verfahren, das noch einfacher ist und viel schneller ausgeführt wird als das Aufkleben der Paraffinschnitte.
Man reinigt die erforderliche Anzahl Objectträger sorgfältig von Fett*) und bringt auf jeden ein ganz kleines Tröpfchen von Paul Meyer 'schein Glyce-rineiweiss, das gleichmässig in dünnster Schicht verrieben wird. Darauf wird das Eiweiss durch Erwärmen des Objectglases zum Gerinnen gebracht2).
Das Schneiden geschieht, wie gewöhnlich, unter 70°/o Alkohol. Jeder Celloidinschnitt wird gleich, nachdem er geschnitten ist, mit einem Pinsel vom Mikrotommesser in ein Schälchen mit 70% Alkohol gebracht. Solgfältig entfaltet, wird der Schnitt von hier aus auf einem Präparatenlöffel auf das Objectglas übertragen, wo er reichlich mit Alkohol bedeckt und faltenlos zu liegen kommt, ohne im Geringsten am Glase zu kleben. Ganz in derselben Weise
') Zu dem Zweck reinige ich die Objectglaser gründlich mit Alkohol und erhitze sie dann sC/rk in der Spiritus—resp. Gastlamme, mit der zur Aufnahme der Schnitte bestimmten Seite nach oben, damit sich aus der Flamme nichts darauf niederschlage.
-) Alan bringt die mit Glycerineiweiss bestrichenen Objectgläser auf einige Minuten in einen bis etwa auf loO° G. erhitzten Wärmeschrank, oder man nimmt einen Blechkessel (oder Kochtopf) mi£ stark siedendem Wasser, überdeckt ihn mit einer glatten Aletallplatte und, sobald diese Blatte sich auf beinah 100° G. erhitzt hat, legt man für ein paar Almuten die Objectgläser darauf.
Viel unvollkommener ist das Gerinnenlassen des Eiweisses durch directes Erhitzen des Objectträgers über der Flamme. Da die Eiweissglycerinschicht auch nach dem Gerinnen des Eiweisses ebenso durchsichtig und kaum wahrnehmbar bleibt, so kann man beim directen Erhitzen nur zu leicht die Objectgläser zu stark (seltener zu schwach) erwärmen.