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METHODE CELLOIPINSERIEN MIT WASSER UND EIWEISS AUFZUKLEBEN.
verfährt man mit dem zweiten, dritten etc. Schnitt, bis man die gewünschte Anzahl auf dem Objectglase hat. Man kann dabei in aller Ruhe arbeiten; Man kann sogar das Uebertragen der Schnitte auf ein und dasselben Objectglas beliebig unterbrechen und die Schnitte, unbeschadet und ohne dass sie vorzeitig ankleben, stundenlang auf dem Glase liegen lassen; es ist nur dafür Sorge zu tragen, dass jeder Schnitt reichlich mit Alkohol bedeckt bleibt und ja nicht austrocknet.
Sobald die Schnitte in gewünschter Anzahl auf das Objectglas gebracht sind, überzeugt man sich, ob alle faltenlos liegen. Ist das nicht der Fall, und wurde zufällig irgend ein Schnitt beim Uebertragen nicht ganz ausgebreitet aufgelegt, so nimmt man ihn mit einer Nadel ab, bringt ihn wieder in das Alkoholschälchen zurück, entfaltet ihn hier vollständig und überträgt ihn dann sorgfältig von neuem auf das Objectglas. Nuu werden die Schnitte geordnet. Ist das geschehen, so wird der den Objectträger und die Schnitte reichlich bedeckende Alkohol abgesogen, indem man mit dem Rande eines Filtrirpapier-blättchens die Längsränder des Objectglases vorzichtig berührt, ohne dass die Schnitte hierbei verrücken. Hierdurch werden sowohl das Objectglas als die Schnitte vom überschüssigen Alkohol befreit. Die Schnitte sind nun vom Alkohol nur noch benetzt und liegen in Folge dessen jetzt unverschiebbar, aber noch nicht aufgeklebt.
Jetzt wird, um das Aufkleben der Schnitte zu bewirken, ein etwa S-bis 12-mal gefalteter Streifen von glattem Filtrirpapier auf das mit Schnitten beschickte Ocjectglas gelegt. Durch wiederholtes ziemlich starkes Streichen mit dem Finger wird das Filtrirpapier an die noch nasse Oberfläche des Objectglases gepresst, wodurch der Alkohol vom Objectglas und den Celloidinschnitten in das Papier aufgesaugt und zugleich die Schnitte an die Eiweissschicht sorgfältig angedrückt werden. Hiernach wird der Filtrirpapierstreifen abgenommen und das Objectglas mit den nun absolut fest daran klebenden Schnitten sofort (damit sie nicht austrocknen) in ein Gefäss mit destillirtem Wasser getlian. wo es liegen bleibt, bis man es färbt und weiter behandelt, was gleich oder beliebig später geschehen kann. Ich bemerke noch, dass beim Andrücken des Filtrirpapiers das Aufkleben desselben an Glas oder Schnitte durchaus nicht zu befürchten ist (weil sie noch feucht sind), ebenso wenig wie die Verschiebung oder Beschädigung der Schnitte.
Man kann die Objectträger mit den Schnitten Tage lang im Wasser oder in Farblösungen liegen lassen, ohne dass sich auch nur einer davon ablöst. Sie vertragen jede Behandlung und jede Flüssigkeit, sofern diese das Ei-weiss (oder das Celloidin) nicht auflösen resp. angreifen. Will man das Färben erst nach vielen Tagen vornehmen, was bei dieser Methode vollkommen möglich ist, so empfieht es sich, zur Sicherung gegen Fäulniss, das Objectglas mit den Schnitten in 70% resp. schwächerem Alkohol aufzubewahren.