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liervor, was auf die grosse Bedeutung der Gesichtsempfindungen für diese-Here hinweist. Die Gesichtsempfindungen genügen ihnen als Bewegungsregulatoren.
Decapoda. Die Otocisten befinden sich bei diesen Tieren im Basalgliede der inneren Antennen. Die Zerstörung derselben wird dadurch bewirkt, dass in das Gehörbläschen, das als schwarzes Fleckchen bemerkbar ist, eine Nadelspitze gesteckt wird, womit das Bläschen leicht gekratzt wird, oder dass das Teilchen vom Grunde aus mit einem scharfen Scalpel abgeschnitten wird. Bei den Crevetten (Palaemon, crevette) ergiebt die Entfernung der Otocisten allein keine Bewegungsstörungen, die gleichzeitige Entfernung der Augen und < Itocisten dagegen ruft solche hervor und zeigen sich diese Störungen darin, dass einige der Tiere vorsichtig schwimmen mit gespreizten Füssen, oft nach rückwärts umkippen und rückwärts schwimmen, andere mit dem Kopfe voran nach unten, zum Boden streben, jedoch letzteren nicht erreichen und aut krummem AYege wieder aulschwimmen. Geblendete Crevetten, denen die Gehörbläschen nicht verletzt wurden, beginnen nach der durch die ( )peration hervorgerufenen Erregung zwar unentschlossen, jedoch völlig regelrechtmässig zu schwimmen. Daher muss man bei ihnen die Bewegungsstörungen den Gehörbläschen zuschreiben. Blindheit lässt diese unnormalen Bewegungen nur deutlicher hervortreten. Crevetten ohne Augen, Otocisten und Antennen üben vollkommen unregelmässige Bewegungen aus.
Das Ausreissen der zwei inneren Antennen bei den Gebia (Decapoda) wird von ernsten Gleichgewichtsstörungen begleitet: das Tier wirft sich bald nach rechts, bald nach links mit nach oben gekehrtem Bauch. Es ist bemüht sich zu erheben, fällt jedoch auf die entgegengesetzte Seite. Mit grosser Mühe gelingt es ihm den Ort zu erreichen, wohin es strebt. Nach Entfernung der Augen und der Otocisten tritt völlige Gleichgewichtsstörung ein.
Das Tier dreht sich nicht sonderlich viel, doch im Bestreben seine gewöhnliche Lage zu erreichen, beginnt es auf dem Rücken unregelmässige, ziemlich lange Kreise zu ziehen. Das Abschneiden eines oder zweier äusserer Antennen bleibt ohne Einfluss auf die Bewegungen.
Bei den Palynurus vulgaris und Scyllarus arctus (Decapoda) ist nach Entfernung der Augen und Bläschen eine unbedeutende Anomalie in den Bewegungen bemerkbar: nämlich ein plötzliches Fallen auf den Rücken.—bald vergeht es jedoch.
Corystes (Decapoda): Seine übliche Lage ist vertikal, da er immer auf dem hinteren Rande des Körpers und den Hinterfüsschen ruht. Nach Entfernung der Antennen verliert er die Fähigkeit sich im Gleichgewicht zu erhalten.
Die Beobachtungen Steiner's *) bestätigen in den meisten Fällen die von Ives Delage erzielten Resultate.
Bei Unterziehung der erhaltenen Störungen einer Prüfung kommt Ives Delage zu der Folgerung, dass starke, jedoch vorübergehende Erscheinungen durch traumatische Erregung hervorgerufen sein können, für längere Zeit
1 Citirt nach S. von Stein—Die Lehren von den Funktionen der einzelnen Teile des < >hr-labyrinths. Jena. 1894.