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( ; K B Ö K B LA SC HE N BEI P T E R OTIÎ A C H EI I > A F..
bilden. Er befestigte die Pterotracliea so, dass dieselben sich nicht rühren konnten, legte sie unters Mikroskop und beobachtete die Erscheinungen, welche bei Erzeugung eines Tones im Bläschen vor sich gingen. Das Gehörbläs-clien der Pterotracliea ist mit Zellen bedeckt, an welchen Wimpern (Pilier.) sitzen (Siehe Fig. 3). An einer Stelle des Bläschens, gegenüber dem Eingang des Nerven, erreichen die Zellen ihren grössten Umfang, insbesondere die mittlere, wobei die Ciliae fehlen, dagegen Hörstäbchen die Zellen bedecken. Im Centrum des Bläschens befindet sich der Otolith. Wenn man in der Nähe des Tieres einen Ton hervorruft, so erheben sich die W impern mit Blitzesschnelle und drücken den Otolithen an den Hörfleck, mit dessen Horstabchen sie augenscheinlich in Berührung kommen, ln dieser Lage bleibt der Stein eine Zeit lang.
Erzeugt man nochmals einen Ton, so nähert sich der Otolith noch mehr dem Hörfleck. Wie er den Ton hervorriet und in welcher Höhe, teilt loh.. Ranke nicht mit.
Um ein Tier bei Erzeugung eines loues unter dem Mikroskop beobachten zu können, legte ich es in ein mit W asser gefülltes Gelass und befestigte es mit Nadeln an Korkstücke, die ich an den Boden des Geiasses angeklebt hatte, oder an eingegossenen Paraffin, ln solcher Lage kann das lier mehrere Stunden leben, wenn man das W asser wechselt.
Bei Beobachtung durch das Mikroscop, ohne Tonerzeugung, sieht man. wie sich die Wimpern von Zeit zu Zeit alle zugleich heben, an den Otolithen drängen und ihn festhalten. Ausser dem Erheben aller W impern kann man ein fast fortwährendes Bewegen derselben, bald an einer, bald an einer anderen Stelle des Bläschens bemerken. Man sieht, wie sich die einen Härchen erheben, die anderen senken. Da die Hebungen der Wimpern zwar lasch, jedoch nicht gleichzeitig vor sich gehen, so vollfuhrt der Otolith beinahe Schwankungen im Bläschen,	wrobei er sich	manchmal sehr dem Höifieck nähert und auf solche	Weise	excentrisch zu	liegen	kommt, manchmal liegt ei
auch im Centrum des Bläschens. Wenn man einen Ton hervorruft ich erzeug-te ziemlich hohe Töne vermittelst einer fasse und eines Glases, an die ich mit einer Scheere stiess,—geschehen das Heben der Wimpern und die Bewegungen des Otolithen nicht; man braucht jedoch nur mit demselben Glase auf den hölzernen Tisch zu stossen. so erheben sich die Wimpern sofort, piessen sich an den Otolithen und rufen die erwähnten Bewegungen desselben hervor. Wiederholt man den Ton sofort, fassen die Wimpern den Otolithen noch fester, ein weiteres Stossen macht jedoch keinen Eindruck mehr üie Wimpern senken sich.	Nach einiger Zeit der	Ruhe,	kann man durch eineuei-
tes Stossen mit dem	Glase	auf den lisch	die W	impern wieder zum Heben
veranlassen. Ich versuchte meine Beobachtungen mit dem Mikroscop aut clem Marmorfensterbrett anzustellen. Schlägt man an das Fensterbrett mit einem beliebigen Gegenstände, so ruft dies keinerlei Bewegungen der Härchen hervor, man braucht aber nur mit demselben Gegenstände an das Objekttischchen des’ Mikroskopes zu stossen. und sofort heben sich die Wimpern und pressen sich an den Otolithen. Manchmal berührte ich mit einer Nadel den Ivopf des Tieres, ja sogar nur die Wasserfläche,—in diesen Fällen traten dieselben Ei-