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ME CHRONOPHOTOGRAPHIE IM PHYSIOLOGISCHEN INSTITUT.
nahmen von Gegenständen, Zeichnungen, mikroskopischen Präparaten, Yer-grösserungen vornelunen, oder Abbildungen von Gegenständen z. 13. des Auges u. dergl. unmittelbar in vergrössertem Maasstabe erhalten zu müssen. Um diesen Anforderungen genügen zu können, ist man genötigt sich eine grosse Anzahl im Handel vorkommender Apparate anzuschaffen, mehr oder weniger komplizirte Einrichtungen vorzunehmen u. s. w. Abgesehen davon, dass die Anschaffung solcher Apparate mit grossen Unkosten verknüpft ist, erfordern die Einrichtungen besondere Räumlichkeiten und sorgfältige Pflege; es ist daher zu hoffen, dass die Kammer, deren Beschreibung sogleich folgt, in vielen Beziehungen, bei verhältnissmässig geringen Kosten, den strengsten Anforderungen genügen wird.
Seit 1893, der Zeit, wo das neue physiologische Institut seine Thätig-keit begann, erfüllt vorzüglich ihre Bestimmung die von mir eingerichtete Monsterkammer, deren kurze Beschreibung schon llr A. Samojloff ') gegeben hat.
Das optische Zuinner (Fig. 1.) ist ein Raum mit 4 Fenstern, dessen Wände, Fussboden und Decke mit schwarzer Farbe angestrichen sind. An den Fenstern sind schwarze Vorhänge. Die vom Eingänge links gelegene Ecke mit einem Fenster ist das eigentliche photographische Laboratorium; von dem übrigen Raume ist es durch eine schwarze Scheidewand getrennt und seinerseits durch Scheidewände in folgende drei Räume geteilt: 1—ein dunkles Zimmer für Arbeiten mit inaktinischem Lichte, 2 — ein helles Zimmer mit einem mit dunklen Vorhängen versehenen Fenster, für photographische Arbeiten bei Tageslicht. 3—die eigentliche photographische Camera abscura zum Photographien, die wir ihrer Grösse wegen Monsterkammer genannt haben.
1. Das dunkle Zimmer (Fig. 1, 1) ist mit einem an einer der längeren Wände stehenden Tische versehen, in welchen eine grosse viereckige Porzellantasse eingelassen ist. deren grössere Bodenhälfte (7a) etwas höher und der Länge nach gerippt ist: die Tasse kann nach Wunsch beinahe bis an den Rand mit Wasser gefüllt werden mittelst zweier sich über derselben in der Wand befindlicher Hähne, deren einer einen starken Wasserstrahl giebt, der andre, durch ein Sieb, eine Menge kleiner Strahlen. Ueber dem Tische sind an der Wand zwei Konsolen zur Aufnahme verschiedener beim Photographiren nötiger Gegenstände und. übereinander, zwei Laternen angebracht. Die untere, rote, besteht aus zwei konzentrischen Glashalbkugeln, die von einander um 2 (4m. abstehen und mit ihren konvexen Seiten dem Tische zugekehrt sind. In dem Raume zwischen den Halbkugeln befindet sich eine Lösung von Erythrosin in Glycerin und Wasser von solcher Konzentration, dass eine 2 Ctm. starke Schicht bei dem Versuche mittels des Spektroskops nur die roten
') Internationale photographische Monatsschrift für Medizin, 1897, Bd. I\, p. 17.