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DIE CHRONOPHOTOGRAPHIE IM PHYSIOLOGISCHEN INSTITUT
Die Vorzüge unserer Kammer bestellen darin, dass der Beobachter sich während des Photographions in der Kammer selbst befindet, Zugang zu der Platte hat, den Vorgang nicht nur beobachten, sondern demselben auch die
gewünschte
Richtung
geben
kann. Ausserdem
ermöglicht
rig.
mel ohne Uhrwerk, welche es von 2 Meter und darüber zu haben, wobei dasselbe beide
unsre Monsterkammer auch eine ziemlich einfache und wenig kostspielige photographische Begistrirung oder Chronophotographie. Zu diesem Behüte wird das Bild auf eine gewöhnliche Registrirtrommel pro-jizirt, die entweder eine lotrechte oder eine wagerechte Lage hat und mit lichtempfindlichem Häutchen (Film) oder solchem Papier überzogen ist. Zu längerem Chronophotographiren bedienen wir uns einer Hilfstrom-möglich macht ein empfindliches Band (fig. 2)
Trommeln umläuft,
wie wir es schon im Jahre 1893 hinsichlich des Registrirens auf einem berus-
sten Bande beschrieben haben, und wie es auf Fig. 2 deutlich zu sehen ist *).
Die unglaubliche Einfachheit der Verfahrungsart, die durch unsre Monsterkammer ermöglicht wird, macht alle kostspieligen Apparate, welche gewöhnlich bei einer solchen Chronophotographie erforderlich sind, ganz überflüssig.
11. Pendel - Photochronograph.
Der Pendel-Photochronograph besteht eigentlich aus zwei Teilen: einem Pendel und einer Camera obscura.
1. Der Pendel bildet einen wesentlichen Teil des Apparats und unterscheidet sich von anderen, seit Helmholtz zu ähnlichen Zwecken häutig in Anwendung kommenden Pendeln, hauptsächlich durch seine Dimensionen und (Fig. 3), ungefähr 15 Ctm. lang, stellt eine kleine Stange vor, an welche eine
Fig. 3.
durch seine Linse. Der Pendel ah oberhalb seines Schwingungpunktes
Platte ac
gesteckt
ist, die mit Klemmen zum Befestigen lichtempfiindlicher
*) Morocliowetz, L. Appareils et instruments à l'usage des physiologistes. Partie 1. Moscou, 1893 p. 22.