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DIE CHRONOPHOTOGRAPHIE IM PHYSIOLOGISCHEN INSTITUT.
.gang des Pendels einen zweiten Streifen u. s. f. Wie erwähnt, können auf einer Platte im Ganzen 10 gleiche Sireifen erhalten werden. Anders verhält sich die Sache, wenn wir den Pendel vor der Platte so viele Mal schwingen lassen, als die Teilung, auf der das Merkzeichen der Kassette steht, Einheiten enthält, also: an der ersten Teilung 1 Mal, an der zweiten 2 Mal u. s. w. Die Wirkung des Lichts auf unsere Platte wird dann durch das Pythogo-rische Täfelchen dargestellt, in welcher die obere horizontale Reihe die Anzahl der Pendelschwingungen vor der Platte und die vertikalen die Hundertstel der Sekunde anzeigeu, entsprechend den 10 Streifen auf der Platte mit den 10 verschiedenen Schattirungen auf einem jeden derselben.
1	2	3	4	5	6	7	8	9	10 Mal
10	20	30	40	50	00	70	80	90	100"
9	18	27	30	45	54	03	72	81	90—
8	10	24	32	40	48	50	04	72	80—
7	14	21	28	35	42	49	56	63	70—
6	12	18	24	30	30	42	48	54	60—
5	10	15	20	25	30	35	40	45	50—
4	8	12	10	20	24	28	32	30	40 —
3	6	9	12	15	18	21	24	27	30—
o	4	0	8	10	12	14	10	18	20—
1	2	3	4	5	0	7	8	9	10—
Auf di ese Weise erhalten wir in einem Zeitraum von kaum einer Stunde, indem wir den Pendel im Ganzen 55 Mal hin- und herschwingen lassen, 100 Lichtproben, die in strenger Reihenfolge angeordnet sind und genau die Zeit von 0,01" bis 0,1" angeben, oder, nach Wunsch, auch mehr. Ausser der Lichtemptmdlichkeit der Platten ist uns hierin auch noch ein Mittel gegeben die Beschaffenheit des Kerns der Emulsion bei verschiedener Dauer der Einwirkung des Lichts zu beurteilen (Taf. I) u. s. w.
Wenn wir uns schliesslich als Lichtquelle der Normalkerze bedienen, welche 1 Meter weit von der Emulsionschicht der negativen Platte aufgestellt ist, so werden alle Data in metrischen Zahlenverhältnissen und die Lichtempfindlichkeit der Platten, anstatt aller von Warnerke eingeführten Nummern, einfach in Hundertsteln der Sekunde ausgedrückt sein, sodass man z. B. wird sagen können: <die Lichtempfindlichkeit der gegebenen Platte ist gleich 0.04" Meter-Kerze» oder einfach «4> wobei man. wenn nötig, hinzufügen kann, dass die Entwicklung bei 15° mittels Hydrochinon bis zum Erscheinen eines kaum bemerkbaren Schleiers geschehen ist.
Unsre Versuche haben gezeigt, dass die Einwirkung der Normalkerze während 0,02"—0,03" genügt, um die ersten Spuren von der Wirkung derselben auf die lichtempfindlichste Platte zu erhalten, und dass es nur einer Schwingung des Pendels bedarf, damit ein Streifen entstehe, der die Licht-empfindiiehkeit der Platte in vollem Maasse zeigt. Sollte es in der Folge noch empfindlichere Platten als die jetzt vorkommenden geben, so wird es, um niedrigere Zahlen zu erhalten, genügen das Licht 2 Meter weit zu entfernen, um die Wirkung des Lichts um 4 Mal zu verringern u. s. w.