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DIE CHRONOPHOTOGRAPHIE IM PHYSIOLOGISGHEX INSTITUT.
Da die Klemme, welche die Platte an der vertikalen Stange des Pendels festhält, der Länge nach verstellbar ist und in jeder Lage fest geschraubt werden kann, so ist es möglich auf einer und derselben Platte mehrere Kurven zu erhalten.
Behufs automatischer Schliessung des Stromes bei physiologischer oder photographischer Registrirung ist das untere Ende des Pendels mit einem Draht versehen, welcher in eine mit Quecksilber gefüllte Rinne taucht; da diejgegenseitige
Lage beider nach Wunsch verändert werden kann, so hat man die Möglichkeit sowohl den Anfang uud das Ende der Reizung als auch die Dauer der Schliessung zu verändern. In dieser Form kann der Apparat gebraucht werden um Muskelkurven, Reaktionszeit u. s. w. zu verzeichnen.
2. Die Camera obscura bildet ein Gehäuse, welches den obenbeschriebenen Pendel umschliesst. Dasselbe ist aus Zink, mit schwarzer Farbe gestrichen und an einer Seitenwand A (Fig. 7) mit Scharnieren versehen, welche sich am Boden des Apparats befinden, infolge dessen man zum Inneren des Gehäuses Zugang hat, um das Einführen oder Herausnehmen des Pendels zu bewerkstelligen. Gleicherweise kann auch der obere Teil der Vorderwand, die eine quadratische 10 Ctm. weite Oeffnung besitzt, nach vorn zurüc
Fi". 7.
gelegt werden. In diese Oeffnun befindlichen 10 Ctm. langen und 1 hinteren, unbeweglichen Wand ist
wird eine Platte mit einer in der Mitte Ctm. breiten Spalte hineingesetzt. In der ebenfalls eine quadratische ( leffnung, der obenerwähnten gegenüber, vorhanden.
Vermittelst einer am Boden des Apparats befindlichen Stellschraube ist das Gehäuse so zu stellen, dass der Pendel ohne zu versagen an der einen wie auch an der andern Seite des Hebels festgehalten werden könne, wobei die Handhabe desselben, je nach Bedarf, entweder durch die vordere oder ' durch die hintere Wand des Apparates hervorragt.
3. Die Aufnahme der Bilder auf der photographischen Platte, die an dem oberen Ende des in dem Gehäuse befindlichen Pendels befestigt ist. geschieht entweder mit Hilfe von Objektiven oder von punktförmige Oeffnungen.
A. Die Aufnahme von Bildern mit Hilfe von Objektiven unterscheidet sich in nichts von der gewöhnlichen A erfahrungsweise.
a. ln einem Falle wird die Kammer mit einem Balge, z. B. von einer Zeiss’schen Projektionslaterne mit den entsprechenden Einrichtungen, versehen. Indem man die Scharniere m und n benutzt, (big. 8) gelingt es unschwer die an dem Pendel befestigte Platte in dem Brennpunkte des Systems einzustellen.