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GRAPHISCHE DARSTELLUNG PER VOKALE.
dünnen, mit einem Spiegelclien versehenen Glimmerplättchen, welches parallel der Membranfläche lief und am Rande der Fassung befestigt war. Bei diesem Verfahren bekommt man aber sehr kleine Kurven, was entschieden ein Nachtheil ist, wenn man die Kurven auf photographischem Wege registirt, denn will man sie später unter dem Mikroskop messen, so wird die Linie zu dick. Allerdings lassen sich die Exkursionen dadurch vergrössern, dass man die Platte stärker besingt; andrerseits kann man auch die Entfernung zwischen dem Spiegel und der photographischen Platte sehr gross nehmen, aber beides ist unzweckmässig. Ich führte deshalb eine zwei- bis dreifache Hebelvergrös-serung ein. Aus der schematischen Zeichnung Fig. 1 ist die Einrichtung des ganzen von mir zusammengestellten Apparates ersichtlich. Die Korkmembran (p) ist in die metallische Fassung (F) eingeklemmt. An die Mitte der Membran ist ein kleines Korkstäbchen (k) angekittet. Vom oberen Theil der Fassung geht ein metallischer Stab, der in einer Hülse vermittels der Schraube a eingeklemmt ist und sich weiter in zwei Arme theilt, von denen man nur den vorderen, mit der Achsenschraube c, sieht. Zwischen den beiden Armen läuft eine feine, spitz auslaufende Achse. Diese Achse wird vor dem Einschrauben in die Achsenlager durch ein rhombisches, scharfkantig zugeschnittenes Korkstückchen, an welches das Spiegelchen angeklebt ist, durchgeführt. Vor dem Anziehen der Schraube a wird der Stab A so weit nach unten geschoben, bis die scharfe Kante des Rhombus (r) an das Korkstäbchen (k) sich anstemmt; die Kante ist ebenso lang, wie das Korkstäbchen breit, Schon in dieser Form funktionirt der Apparat sehr gut. Um aber eine noch bessere Dämpfung zu erzielen, wurde das zentrale Korkstäbchen auch von unten an die scharfe Kante des Korkprisma m angestemmt. Die Membran muss also bei ihren Bewegungen ausser k noch r mit dem Spiegelclien s und m mitbewegen und grosse Widerstände überwinden. Die sämmtlichen die Bewegung mitmachenden Korktheile waren freilich nur von einem geringen Gewichte; das Spiegelclien besass die Dicke eines gewöhnlichen Deckgläschens und hatte eine Länge von 7 mm und eine Breite von 5 mm. Zwischen dem oberen und unteren Stab und der Membran wurde Watte hineingeschoben. Die Fassung war auf einem Stativ (in der Zeichnung nicht angegeben) vermittels eines Charniers mit horizontaler Achse verbunden, so dass der ganze Apparat und mit ihm das Spie-gelchen sich beliebig neigen liess.
Zur photographischen Aufzeichnung der Kurven benutzte ich anfangs Trommeln mit lichtempfindlichem Papier, habe aber bald davon Abstand genommen. Die gewöhnlichen Uhrwerke ertheilen den Trommeln nicht die gewünschte Geschwindigkeit; man muss folglich die Trommel entweder mit der Band treiben oder mit einem Motor verbinden, ausserdem muss man dafür