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UE BER DIE REGISTRIRUXG DER KURZDAUERNDEN LICHTEFFEKTE.
kurze Zeit, um danu allmählig bis auf Null zu sinken, wie es aus der beiliegenden Figur 1 und 2, Tafel I zu ersehen ist.
II. Ueber Registrirung periodischer Schwankungen in der Intensität einer
Lichtquelle.
Wir haben oft bemerkt, dass bei der Benutzung des Volta'schen Bogen-lichts, z. B. während der Prüfung der "Wirkung von Verschlüssen u. derg., auf dem Papier oder den Platten nach der Entwicklung zugleich mit der erwarteten Abbildung auch noch eine Reihe vertikaler Streifen sichtbar wird. Das Erscheinen solcher Streifen lässt sich nicht anders als durch Schwankungen in der Intensität des Bogenlichts selbst erklären.
Unsere Beobachtungen können den schon bekannten Beobachtungen über den Einfluss der Tonwellen auf das Bogenlicht angereicht werden. Wenn irgendwo in einer Nebenkette dess beständigen Stroms von 110 Volt der Dynamomaschine unseres Instituts ein Wähnelt'scher Unterbrecher funkzionnirt, so giebt das Bogenlicht einen Ton von sich, der demjenigen des Unterbrechers entspricht. Angesichts dessen, dass es H. Prof. Morochowetz gelungen ist mittels des Telephons die Veränderungen in der Spannung des Strom sin dem Bogenlicht zum hören und mit Hilfe des Kapilar-Elektrometers sogar zu re-gistriren, wovon in seinem nächsten Artikel «Electro dy na inique en physiologie» die Bede sein wird, fassten wir unsererseits den Gedanken die periodischen Veränderungen des Bogenlichts in Abhängigkeit von den periodischen Schwingungen des Wähnelt'sehen Unterbrechers zu registriren.
Zum Registriren bedienten wir uns des hierselbst beschriebenen chrono-photographischen Pendels von Prof. Morochowetz. In die vordere quadratische Oeffnung des Apparats wurde ein Verschluss mit einer in der Mitte befindlichen Spalte von 1 Mm. Breite und 10 Ct-in. bis 1 Mm. Länge, oder einer runden punktförmigen Oeffnung eingesetzt. Die Spalte wurde von dem Bogen-licht entweder unmittelbar oder vermittelst kondensirender Linsen beleuchtet. Wenn wir nun den Unterbrecher in den Nebenkreis einführen und das Licht zugleich auf die Negativplatte, die an dem Pendel befestigt ist, einwirken lassen, so erhalten wir auf der Platte, die zugleich mit dem Pendel vor der beleuchteten Spalte vorbeigekommen ist, nach der Entwicklung eine Reihe von Streifen, die von einander durch ganz regelmässige Zwischenräume getrennt sind, wenn der Unterbrecher einen bestimmten Ton von sich gegeben hat oder eine durch unregelmässige Zwischenräume getrennte Reihe von Streiten, wenn der Wähnelt’sche Unterbrecher unregelmässig funkzionnirt, gebrummt hat, wie es in den Apparaten vorkommt, bei denen der positive Pol in einer Gummischeide steckt. In diesem Falle weist das Photogramm unregelmässig angeordnete Streifen auf (Taf. I, Fig. 9). Wenn man die in Prof. L. Morochowetz's Artikel (p. 51). beschriebene Verfahnmgsweise anwendet, so ist es ein Leichtes sowohl die Anzahl der Unterbrechungen des Wähnelt'sehen Unterbrechers als auch die Anzahl der Schwankungen in der Spannung des Bogenlichts unter dem Einflüsse verschiedener Umstände zu bestimmen.