﻿UEBER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STRÖME.
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bedeutend, da zwischen dem Moment des Anlegens der feuchten Elektroden an die Oberfläche des Blattes und dem Anfang der Messung im gegebenen Falle eine geraume Zeit verstrichen war. Wir haben das Recht zu erwarten, dass die bedeutendsten Veränderungen der Widerstandsgrösse in den ersten Momenten nach dem Anlegen der Elektroden vor sich gehen. Um sich über die Grösse dieser Schwankungen ein Urtheil zu bilden, sind spezielle Versuche nötig. Hier wollen wir uur die Thatsache vermerken, dass der Leitungswiderstand" der Blattgewebe sich mit der Zeit in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit der Elektroden verändert.
Es ist klar, dass wenn wir die Blattgewebe dem Einflüsse des Stromes sogleich nach der Anlegung der Elektroden aussetzen, wir bei der Widerstandsmessung eine Grösse erhalten, auf deren Veränderung nicht nur der Batteriestrom, sondern auch die Diffusion des Wassers, aus den feuchten Elektroden gewirkt hat. Folglich muss man um den Einfluss des Stroms allein zu beurteilen, das Blatt nur dann der Einwirkung des Stromes aussetzen wenn sich eine mehr oder weniger constante Widerstandsgrösse hergestellt hat. Wenn in den Protokollen meiner Messungen nur eine numerische Widerstandsgrösse der Blattgewebe vor der Einwirkung des Stroms auf dieselben gegeben ist, so heisst das, dass durch vorläufige Messungen genau festgestellt wurde, dass in der Zeitperiode, welche man zu mehr oder weniger genauen Messungen bestimmt hatte, die genannte Grösse keine merklichen Schwankungen zeigte.
I.
Abhängigkeit der Veränderung des Widerstandes der Pflanzengewebe von der Intensität des sie durchfliessenden galvanischen Stromes 4).
Versuche dieser Art sind einfach, die erhaltenen Resultate befriedigend, wie die weiter unten angeführten Messungsprotokolle zeigen. Die erste Bemerkung, die ich hier hinsichtlich solcher Versuche machen muss, bezieht sich auf die Bestimmung der Intensität des einwirkenden Stromes. Das Blatt wurde nur dann dem Einflüsse des Stromes ausgesetzt, wenn der anfängliche Widerstand desselben eine bestimmte, in allen beobachteten Fällen fast gleiche Grösse vorstellte. Dadurch wurde die Notwendigkeit der unmittelbaren Messung der Stromintensität vermieden. Indem wir in verschiedenen Fällen verschiedene Grössen der elektromotorischen Kräfte der Batterie anwenden, haben wir bei einer und derselben Widerstandsgrösse der Blattgewebe verschiedene Grössen der Stromintensität, die aber immer in geradem Verhältnisse zu den elektromotorischen Kräften der Batterie stehen. Da E und B bekannte Grössen sind, so ist J offenbar der Berechnung nach auch eine bekannte Grösse.
‘) Einige der von mir w eiter unten beschriebenen Versuche führte ich im Laboratorium des Hrn l’rof. I. L. Prévost zu Genf aus. Ihm wie auch seinem Assistenten M. Battelli fühle ich mich gedrungen hier meinen lebhaftesten Dank für ihr liebenswürdiges Entgegenkommen zu bezeugen.