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UEBER DEM EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.
trifft, denen diese Fortführung von Flüssigkeiten von der Anode zur Kathode durch das poröse Diaphragma unterworfen ist. so waren dieselben bis 1852 nicht festgestellt. Dann aber erschien eine grosse experimentelle Arbeit Wiedemann’s, in welcher er eine bestimmte Abhängigkeit der Menge (m) der übergeführten Flüssigkeit, von verschiedenen Versuchsbedingungen feststellt, und zwar die Abhängigkeit von der Intensität (i) des Batteriestroms, von der Oberfläche (o) des Thondiaphragma, von dessen Dicke (d) und dem specifisehen Leitungswiderstande (r) der Flüssigkeit. Erfand, dass m = ki ist, wobei k eine für jede Flüssigkeit constante, für verschiedene Flüssigkeiten veränderliche Grösse, in Abhängigkeit von deren Leitungswiderstand und der Reibung in den Poren, ist. Wir sehen, dass die Menge der Flüssigkeit, die durch den galvanischen Strom in einer Zeiteinheit von der Anode zur Kathode fortgeführt wird, von der Oberfläche und Dicke des Diaphragma nicht abhängt und für eine jede gegebene Flüssigkeit und ein jedes gegebene Material des Diaphragma in geradem Verhältnisse zur Intensität des Batteriestromes steht.
Wenn man das Ende der Röhre, aus welcher die Flüssigkeit unter dem Einflüsse des Stromes herausfliesst mit einem Quecksilbermanometer verbindet, so wird die Kraft, mit welcher der galvanische Strom die Flüssigkeit von der Anode zur Kathode überzuführen strebt, durch einen entsprechenden Druck compensirt werden. Die Grösse des compensirenden Druckes wird, so zu sagen, als Maass der fortbewegenden Kraft des Stromes dienen. Wiedemann hat die Abhängigkeit dieser Kraft, die durch die Höhe (//) der Quecksilbersäule des Manometers gemessen wird, von verschiedenen Versuchsbedingungen untersucht und gefunden, dass
(I)	h = Const. ——— ’
v J	o
ist.
Wir sehen, dass die Kraft, mit welcher der galvanische Strom die Flüssigkeit fortführt, der Intensität dieses Stromes, dem specifisehen Widerstand der Flüssigheit und der Dicke der Thonwand (d. h. der Länge der Capillar-röhrchen) proportional, der Oberfläche der letzteren umgekehrt proportional ist.
Wenn wir mit E die elektrische Spannung auf den in die Flüssigkeit tauchenden und an beiden Seiten des Thondiaphragma befindlichen Metallplatten bezeichnen, so ist
ai)
i — Const..
Eo
Tr '
Dieser galvanische Strom führt die Flüssigkeit durch das Diaphragma mit einer gewissen Kraft fort, welche dem hydrostatischen Drucke (Ji) entspricht. Substituirt man den Wert i in Gleichung (I), so erhält man
Eo rd
h = Const. Const. —r . — = CE,
ar o