﻿UE B Eli DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.
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und Quincke's Versuchen werden die Mengen frei ausfliessender oder fortgeführter Flüssigkeit, in den Versuchen mit dem Blatte—die Veränderungen elektrischer Grössen untersucht. Diese Veränderungen, welche durch denselben elektrischen Strom bedingt werden, welcher in demselben Versuche auch die Fortführung der Flüssigkeit bewirkt, können wir als secundäre Erscheinungen betrachten. Nehmen wir, dass wir anstatt eines Blattes ein dickes Thondiaphragma vor uns haben, welches an jeder Seite von einer unpolarisirbaren Elektroden berührt wird, deren Fläche im Vergleich zu der Fläche des Thondiaphragma sehr klein ist. Der Strom einer Batterie von zwei Grove'sehen Elemente wird auf so lange geschlossen, dass das aus den feuchten Elektroden übergeführte Wasser den Thon nur sehr oberflächlich befeuchte. Machen wir einen ähnlichen Versuch mit einem andern Thondiaphragma, indem wir uns aber einer Batterie von 4 Elementen bedienen. Offenbar wird im zweiten Falle die in die Thonwand eingetretene Wassermenge doppelt so gross als im ersten Falle sein. Nehmen wir jetzt an, dass der Widerstand des ersten Thondiaphragma in Abhängigkeit von dem in dasselbe unter der Einwirkung des Stromes von 2 Grove sehen Eleme nten eingetretenen Wassers im Vergleich mit seiner anfänglichen Grösse um 25% geringer geworden ist. Dürfen wir nun behaupten, dass im zweiten Falle, wenn zweimal mehr Wasser Eintritt, der Widerstand um 50° 0 sinkt. Offenbar nicht, da die Veränderungen der Widerstandsgrössen körperlicher Leiter in dem gegebenen Falle einem andern Gesetze untergeordnet sind. Aber es ist ebenso klar, dass die Menge der ortgeführten Flüssigkeit sowohl als auch die Grösse der Veränderungen des Widerstandes von einer und derselben unabhängigen Variablen E abhängen. Das bezieht sich auch auf die Versuche mit dem Blatte. Der Eintritt von Wasser in das Blattgewebe steht (in gewissen Grenzen) in gerader Abhängigkeit von der elektromotorischen Kraft der Batterie, während die dadurch hervorgerufene Verminderung des Widerstandes des Blattes einem andern Gesetze untergeordnet ist; beide Erscheinungen befinden sich jedoch in Abhängigkeit von E.
Wenden wir uns jetzt der Vergleichung beider Erscheinungen, die wir studiien, hinsichtlich ihrer Abhängigkeit von der Stromdichtigkeit zu. In Wiedemann’s Versuchen hängt bei einer und derselben Stromintensität die Menge der fortgeführten Flüssigkeit von der Grösse der Oberfläche der Thonwand nicht ab. In den Versuchen mit dem Blatte befindet sich, im Gegenteil, die Grösse der Veränderungen des Widerstandes in offenbarer Abhängigkeit von der Grösse der Berührungsflächen der Elektroden. Wenn wir die Verminderung des Widerstandes der Gewebe durch die Ueberführung von Wasser in dieselben aus den feuchten Elektroden erklären wollen, so müssen wir auch diesen Widerspruch beseitigen. Auch lässt er sich leicht erklären.—Wiedemann's Versuchen nach, wird durch ein kleines Diaphragma ebenso viel Flüssigkeit fortgeführt wie durch ein grosses. Daraus erhellt offenbar, dass ein unter einer mit kleiner Berührungsfläche versehenen Elektrode befindlicher Teil des Blattes ebenso viel Flüssigkeit erhält wie einer, der sich unter einer Elektrode befindet, die eine grosse Berührungsfläche hat. Folglich stellt die oberflächliche Schicht des ersten Teils eine homogenere Masse vor und bedingt