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UEBÈE DEN EINFLUSS DEE SPANNUNG U. S. W.
tiven Schwankung nicht haben beeinflussen können, da letztere in einem jedem Muskelelemente in der Periode des latenten Reizes stattfindet.
Aus dem Gesagten erhellt, dass die Thatsachen Prof. Bernstein's Ansicht nicht widersprechen. Wenn Scheuch bei Isometrie Verminderung der negativen Schwankung erhielt, so ist das Versuchsfeldern zuzuschreiben, da 1-stens mit den Mm. gastrocnemius und sartorius (von ungleichmässiger Structur) expérimentât und 2-tens eine tetanische Kurve der negativen Schwankung erhalten wurde.
Was den Einfluss der Veränderungen der Muskelspannung auf die Grösse der negativen Schwankung anbetrifft, so führte schon im Jahre 1870 Laman-ski J) eine Arbeit in dieser Richtung aus, wobei er fand, dass die Höhe der Schwankung mit der Vergrösserung der Belastung so lange anwächst, als die Arbeitsleitung zunimmt, bei weiterer Belastung aber wieder fällt. Diese Versuche wurden mittelst Bernstein s Rheotom am M. gastrocnemius vorgenommen. Aehnliche Versuche führte auch Scheuch aus, aber er behauptet, dass mit der Vergrösserung der negativen Schwankung deren Endteil kleiner und der Gesammtbetrag der Schwankung geringer wird. Es muss bemerkt werden, dass Scheuch nicht unter Belastung des Muskels (wie Lamanshi) experimentirte, sondern unter Dehnung des ruhenden und tetanisirten m. gastrocnemius. Versuche in dieser Richtung (aber unter Belastung und bei Einzelzuckung des Muskels) führte auch Bernstein-) aus, anfänglich am m. gastrocnemius, später auch an Muskeln von gleichmässiger Structur, den mm. adductores. Mit dem m. gastrocnemeus erhielt er sehr unbeständige Resultate. An den mm. adductores konstatirte er, dass mit der Zunahme der «Arbeitsleistung» bei verstärkter Belastung auch die Gesammtschwankung, und das Maximum der negativen Schwankung zunehmen.
Meine Versuche führte ich auch unter Belastung aus und photographiée in obenbeschriebener Weise gleichzeitig die negative Schwankung im Muskel und dessen Zuckung. Es wurde immer mit einem und demselben Präparate der mm. adductores bei sich gleichbleibender Reizungsstärke expérimentât, anfänglich ohne Belastung, dann sogleich mit Belastung (die Reizung geschah mittels einzelner Oeffnungsschläge). Ich beobachtete jedesmal Vergrösserung sowohl der negativen Schwankung als auch Anwachsen der Zuckungskurve, wie aus Fig.—3 und 4 ersichtlich ist. Eig. 3 stellt die Erscheinung ohne Belastung vor, Fig. 4—unter einer Belastung von 30 Gr. Man sieht, dass die Grösse des Gesammtbetrages der negativen Schwankung parallel der Vergrösserung der Zuckungskurve des Muskels zunimmt. Vom Standpunkte der Bernstein'sehen Theorie aus betrachtet ist dieses Resultat ganz begreiflich. Die Belastung rief Vergrösserung der Arbeitsleistung des Muskels und zugleich mit dieser Zunahme der Entwicklung der chemischen Energie hervor, was (bei der gleichen Reizungsschwelle) Vergrösserung der negativen Schwankung zur Folge haben musste. Zu meinem Bedauern bin ich nicht im Stande einwandfreie photographische Aufnahmen für dasjenige Belastungsstadium vorzuführen, wenn eine verstärkte Belastung nicht mehr Ver-
') ,,Die negative Stromschwankung des arbeitenden Muskels“. Pflügers Archiv. Bd. 3. -) „Zur Theoiie der negativen Schwankung“. Pflüger’s Archiv, Bd. 67.