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EINIGE BEOBACHTUNGEN ÜBER INTERMITTIEENDE NETZHAUTREIZUNG.
Der Punkt, um den die ganze Frage sich dreht, besteht darin, welche Bedeutung für die Schnelligkeit der Verschmelzung das Ersetzen einer Hälfte eines aus schwarzen und weissen Theilen zusammengesetzten Ringes durch gleichhelles Grau besitzt: begünstigen die 180° Grau die vollkommene Verschmelzung, oder umgekehrt, hindern sie dieselbe? Nach Allem, was wir über intermittirende Netzhautreizung wissen, müsste man glauben, dass die 180° Grau die A erschmelzung begünstigen; ein umgekehrtes Resultat würde iu der That sehr unerwartet sein und unseren theoretischen Anschauungen widersprechen. Die S c henck’sche Scheibe würde eine noch grössere Bedeutung haben, wenn man in derselben den Beweis dafür sehen könnte, dass das Ersetzen einer Hälfte des inneren Ringes durch Grau die vollkommene Verschmelzung beim Drehen ber Scheibe hindere. Diesen Beweis liefert aber die Schenck'sche Scheibe nicht, und das Merkwürdige in der ganzen Angelegenheit scheint darin zu liegen, dass man das Mangelhafte des Beweises nicht beim ersten Anblick der Scheibe entdeckt.
Wir wollen von einem Ringe ausgehen, der abwechselnd aus zwei schwarzen und zwei weissen Theilen besteht (Fig. 2, a). Der Ring ist also iden-
tisch mit dem inneren Ringe der Schenck’schen Scheibe. Theilt man die Scheibe in zwei gleiche Theile in der Richtung der schief gestellten, unterbrochenen Linie und ersetzt die eine Hälfte des Ringes durch Grau, so erhält man den äusseren Ring der Schenck’ sehen Scheibe. Um die Verhältnisse möglichst einfach zu
Fig. 2.
gestalten, wollen wir den Ring in zwei Hälften in der Richtung der ausgezogenen, verticalen Linie theilen. Ersetzen wir nun die linke Hälfte des Ringes durch Grau in Form kleiner weisser und schwarzer Sectoren, so erhalten ° wir den Ring Fig. 2, b. Es fragt sich nun: wie untersuchen wir unter den gegebenen Bedingungen den Einfluss des Grau im Ringe b? Der einfachste und bequemste Weg scheint der zu sein, dass man einfach die beiden Ringe a und b in Rotation versetzt und dieselben dabei mit einander vergleicht. Ueberlegt man sich aber die Sache etwas genauer, so überzeugt man sich sofort, dass ein derartiger Vergleich nicht zulässig ist, weil er zu keinem genauen Resultate führen kann. Um den Einfluss des Grau zu prüfen, dürfte man die beiden Ringe a und b nur dann mit einander vergleichen, wenn das Vorhandensein von Grau in einem derselben der einzige Unterschied der beiden Ringe wäre. Das ist aber eben nicht der Fall. Die Ringe zeigen auch andere Unterschiede, jedenfalls den grossen Unterschied, dass der Ring a während einer Umdrehung zwei vollständig identische Perioden zu je 180" liefert, wogegen der Ring b für eine Umdrehung eine einzige Periode zu 360c aufweist. Vergleicht man die beiden Ringe a und b mit einander, so hat man gewissermaassen eine Gleichung vor sich, die nicht weniger als zvei Unbe-