﻿EINIGE BEOBACHTUNGEN ÜBER INTERMITTIRENDE NETZHAUTREIZUNG.
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kannte enthält; man bekommt unter solchen Bedingungen keine bestimmte Antwort. Der Versuch ergiebt, dass beim Drehen der beiden Scheiben der Ring b grössere Umdrehungsgeschwindigkeit fordert, um gleichmässig auszusehen, als der Ring a. Dieses Ergebniss erlaubt aber keine bindende Schlussfolgerung. Die Verspätung der Verschmelzung in b kann vielleicht weniger darin ihren Grund haben, dass man hier 180° des Ringumfanges durch Grau ersetzt hat, als darin, dass in b die Aufeinanderfolge der zu verschmelzenden Theile relativ langsam erfolgt, eine Periode hier zwei mal so langsam dauert wie in a bei derselben Rotationsgeschwindigkeit. Dass der Vergleich des. a mit b ein unbestimmtes Resultat liefert, ergiebt sich auch aus Folgendem. Wir theilen den Ring c (Fig. 2), der aus 180° Schwarz nnd 180° Weiss besteht, in zwei gleiche Theile in der Richtung der verticalen Linie der Figur und ersetzen die linke Hälfte durch gleichhelles Grau. Wir gelangen dabei wiederum zum Ringe b. Was könnte man auf Grund unserer theoretischen Vorstellungen über die Schnelligkeit der Verschmelzung bei der Rotation von b und c aussagen? Jeder würde sagen, dass b früher zu flimmern aufhören muss als c, und in diesem Falle stimmen auch unsere Erwartungen mit dem thatsäehlichen Ergebnisse vollständig überein: der Ring b hört wirklich bedeutend früher auf zu flimmern als c, Zeichnet man die Ringe a, b und c auf eine Scheibe und bringt dieselbe in Rotation, so sieht man, wie die vollständige Verschmelzung zuerst in a, dann in b und zuletzt in c eintritt. Die für jeden der Ringe zur vollständigen Verschmelzung nöthige Zahl der Umdrehungen pro Secnnde ist:
für a = 23 Umdrehungen pro Secunde y b = 41	>	>	>
> c = 50	>	»	>
Die Zahlen sind auf graphischem Wege gewonnen. Bei jeder Umdrehung der Scheibe wurde durch Schleifcontact ein Strom geschlossen und geöffnet; in den Kreis wurde ein elektromagnetischer Signalzeichner eingeschaltet. Die Bewegungen des Signals, sowie die Schwingungen eines Chronographen, welcher in einem Kreise mit einer elektromagnetisch getriebenen Stimmgabel von 100 Schwingungen sich befand, wurden auf der berussfcen Platte eines Feder-myographions registrirt. Die Platte wurde ein Mal im Momente, wo das Flimmern eben verschwand, und das zweite Mal umgekehrt im Momente, wo das Flimmern eben auftauchte, losgelassen. Aus beiden so ermittelten Zahlen wurde dann die Mittelzahl genommen.
Wenn man also durch den Vergleich der Zahlen für a und b zum Schluss gelangen kann, dass das Grau im oben mehrfach besprochenen Sinne die \ er-schmelzung ungünstig beeinflusst, so kommt man auf Grund der Zahlen für b und c zu einem entgegengesetzten Resultate, nämlich dass das Grau die Verschmelzung günstig beeinflusst. Es fragt sich nun, welches der beiden Resultate das richtige ist. Ich glaube, dass der Vergleich der Ringe b und c den richtigen Weg zur Prüfung des Einflusses des Grau auf die Verschmelzung darstellt. Hier ist der Einwand, den wir dem Vergleiche der Rirge a und b gegenüber anführten, d. h. die Ungleichheit der Periodenzahl während einer und dersel-