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EINIGE BEOBACHTUNGEN ÜBER INTERMITTIRENDE NETZHAUTREIZ UNO.
grauem Grunde betrachtet. Was Brücke bei 17 Intermittenzen in der Secun-de beobachtet und als Maximum der Helligkeit resp. der Intensität der Lich-tempfinduug bezeichnet hat, war wahrscheinlich der vorhin von mir beschriebene Glanz, den man mit der Scheibe Fig. 11 bekommt. Brücke benutzte bei seinen Versuchen eine Drehscheibe, auf die Schwarz und Weiss zu gleichen Theilen aufgetragen waren, aber in verschiedenen Bingen in einer verschiedenen Anzahl von Sectoren vertheilt, und zwar so, dass die Zahl der Abwechslungen vom Centrum gegen die Peripherie stieg und in zwei benachbarten Bingen sich wie 2 : 1 verhielt. Dreht man eine solche Scheibe, so werden die inneren Binge rasch homogen grau; dann folgt ein Bing, an dem man das von Brücke erwähnte Maximum der Helligkeit wahrnimmt, und zuletzt Binge, die noch sehr stark flimmern. Brücke wählte die beschriebene Form der Scheibe, um immer bequem einen Bing mit der gewünschten Intermittenzzahl zu bekommen, hat aber dabei zufällig fast alle Bedingungen erfüllt, die für das Zustandekommen des Glanzes nöthig sind: der die maximale Intensität aufweisende Bing der Brück eschen Scheibe grenzt auf der peripheren Seite mit einer homogenen grauen Fläche, auf der centralen Seite mit einer Fläche, die zwar nicht grau, jedenfalls aber weder schwarz noch weiss ist.
Die oben beschriebenen Erscheinungen, die man am schwarzweissen Binge auf schwarzem, weissem oder grauem Grunde erhält, können im Zusammen-mit den Erscheinungen der Scherrington’schen *) Scheibe (Fig. 12) gebracht werden. Wir haben hier auf der rechten Hälfte im schwarzen Felde, auf der linken eine
hang
SS '
eine
weisse Zunge
schwarze
Zunge
im weissen Felde. Dreht man die Scheibe Uhrzeiger, allerdings so langsam, dass man
gegen den
noch die beiden Hälften der Scheibe mit den Zungen
Fig. 12.
Dotation schneller, früher einen grauen
unterscheiden kann, so werden die Zungen ungemein deutlich länger; es hat somit den Anschein, als ob hier der Bing in der Dichtung gegen den Uhrzeiger eine selbständige Drehung ausführte und desshalb sich ein wenig schneller drehte als die anderen Theile der Scheibe. Wird die so hört der Bing früher auf zu flackern und erhält Ton als die anderen Theile, was möglicherweisse mit der scheinbaren selbstständigen Drehung des Dinges im Zusammenhang steht. Dreht man die Scheibe in der Dichtung des Uhrzeigers, so werden die Zungen kürzer, und der Bing hört später auf zu flackern als die übrigen Theile. Die Erscheinung wird bedeutend anschaulicher, wenn man die schwarzen und weissen Theile der Scheibe nach dem Muster der Fig. 13 vertheilt. Dreht man eine solche Scheibe gegen den Uhrzeiger, so werden die Binge 1, 3 und 5 (vom Centrum gerechnet) früher grau als die Dinge 2, 4 und B. Hier bemerkt man noch eine Eigentümlichkeit, die man direct von den Erscheinungen der Scheibe Fig. 11 herleiten kaun. Die Dinge 2, 4 und 6 (Fig. 13) flackern zur Zeit, wo die übrigen Dinge schon grau aussehen; sie flackern also gewissermaassen auf grauem Grunde und zeigen desshalb dieselbe
l) Scherrington, The journal of physiology. 1897. p. 33.