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BIBLIOGRAPHIE.
Untersuchungen über die Nervenendigungen übereinstimmen. Es waltet darüber kein Zweifel, dass es freie Nervenendigungen giebt, doch sei, den Worten des Autors nach, nicht zu vergessen, dass sie in je geringeren Mengen auftreten, je vollständiger die Färbung ist, Was nun die Nervenendigungen in quasten-, maulbeerförmigen und anderen granulösen Anhäufungen anbetrifft, die von Arnstein beschrieben worden sind, so ist Korolkoff geneigt derartige Bilder für das Resultat anhaltender Wirkung der Farbstoffe zu halten, wenn die Möglichkeit des Zerfalls der varicösen Fibrillen in Gruppen von Granula vorliegt.
Es muss noch auf ein vom Autor beschriebenes Bild hingewiesen werden, nämlich auf das Vorhandensein in der Wandung der Gallenblase der Katze von Pacini sehen Körperchen, welche gewöhnlich in dem Mesenterium derselben vorgefunden werden.
Tschassownikow, C. lieber den Bau und die functioneilen Veränderungen des Pankreas. Aus dem histologischen Laboratorium der Universität Warschau. 2 Tabellen mit Zeichnungen. Inaug.-Dissert. 1900. Warschau. S. 1—118.
Als Objecte beim Studium der functioneilen Veränderungen in den Zellen des Pankreas dienten dem Autor hauptsächlich Säugetiere (Katzen und Igel), zur Aufklärung der Frage nach den Nebenkernen benutzte er Frösche, Tritone, Axolotle und Salamander. In technischer Beziehung waren die Experimente sehr gut organisirt; auch zog der Autor die Meinung des Botanikers Al. Fischer in Betracht, nach welcher nach der Bearbeitung mit gewissen fixirenden Substanzen intensive Bilder erhalten werden, die der Wirklichkeit nicht entsprechen. Daher studirte Tschassownikow zur Kontrole zugleich mit fixirten Präparaten auch Stückchen von Pankreas in indifferenten Flüssigkeiten. Als Fixirungsflüssigkeit gebrauchte .er hauptsächlich Mischungen von Sublimat, Osmium und Essigsäure, da durch Sublimat gut die Zymogenkörnchen, durch Osmium und Essigsäure gut das Protoplasma fixirt weiden. Ausserdem wurden noch die Flemming'sehe, die Hermann'sche Flüssigkeit, die noch Heidenhain bereitete Sublimatlösung angewandt, zum Färben die von Reinke veränderte Flemming'sche Methode und Hämatoxylin nach Heindenhain gebraucht. Zu vollkommenerer Fixirung injicirte der Autor die Blutgefässe des Pankreas mit der fixirenden Flüssigkeit (3—4 Minuten) und brachte darnach kleine Stückchen des auf diese Weise injicirten Pankreas (auf 18—24 Stunden) in dieselbe Flüssigkeit.
Die Schlüsse, zu denen der Autor auf Grund seiner genauen Beobachtungen gelangt ist, bestehen in Folgendem: 1) Der Bau der zymogenhaltigen Zellen ist ein faseriger; dabei bilden die Fäserchen in der äusseren Zellenzone einen dichten Filz—das Spongioplasma, in der inneren bilden die Fäserchen infolge des Vorhandenseins von secretorischen Körnchen die Wandungen protoplasmatischer Waben. 2) Die zymogenhaltigen Zellen liefern alle als Bestandteile des pankreatischen Saftes erscheinenden Fermente, das Trypsin, das amylolitische und fettige, oder es wird aus denselben wenigstens das Material secernirt, woraus sich die erwähnten Fermente bilden; die Zellen secerniren