﻿BIBLIOGRAPHIE.
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auch beim Hungern, obgleich in geringerer Menge als während der Verdauung. Das Drüsensecret wird nicht in den Zellen selbst, sondern in dem Lumen der Drüsentubuli und aus den Zymogenkörnern in den Ausführungsgängen gebildet, bei deren Secretion aus den Zellen dem protoplasmatischen Gerippe letzterer die Hauptrolle zukommt, worauf charakteristische morphologische Veränderungen desselben hiuweisen. 4) Parallel mit der Secretion von Zymogenkörnchen geht die Bildung neuer vor sich, die in den Zwischenräumen des protoplasmatischen Gerippes der Aussenzone der Zellen entstehen. Das protoplasmatische Gerippe sowie die geformten Bestandteile des Kerns verwandeln sich nicht in Zymogen. 5) An der Bildung des Zymogens nehmen die Nebenkerne nicht Teil. Unter den Nebenkerne sind die einen, die sogenannten «aus den Kernen des Plasmosoma emigrirten> ohne allen Zweifel ein künstliches Produkt; alle übrigen, die beim Menschen fast gar nicht angetroffen werden, stellen eine Degeneration des Zellkörpers und teils auch der Kerne vor. Bei den Kaltblütlern (Amphibien), jedoch nicht bei den Säugetieren, findet zugleich mit diesem Degenerationsprocess karyokinetische Vermehrung in dem Pankreas statt. 6) Die Langerhans‘sehen Inselchen bestehen aus Epithelzellen, die aus gewöhnlichen zymogenhaltigen Elementen entstehen. Hinsichtlich der Bedeutung dieser Inselchen kann kein bestimmter Schluss gezogen werden, doch unterliegt keinem Zweifel, dass sie an der Bildung der Bestandteile des pankreatischen Saftes nicht Teil nehmen und sich nicht in gewöhnliche Drüsenzellen verwandeln können. 7) Als Anfang der Ausführungsgänge im Pankreas dienen die secernirenden Kanälchen, welche an Präparaten zwischen den Rändern der Zellen als einfache Ritzen erscheinen, welche dort sichtbar werden, wo sich das von den Zellen secernirte Zymogen befindet, welches sogleich nach der Sekretion in das Lumen der Drüsenröhrchen eintritt. 8) Die centroacinären Zellen bilden nicht die innere Auskleidung der Drüsenröhrchen, sondern gehören einfach zum Epithel der eingeschalteten Kanälchen und liegen in dem Lumen der Drüsenröhrchen infolge einer besonderen gegenseitigen Stellung dieser letzteren zu den Ausführungsgängen.
IVSelnikoff-Rasvedenkoff, Dr. N. 1) Histologische Untersuchungen über das elastische Gewebe in normalen und pathologisch veränderten Organen. (Mit Abbildungen). Separat Abdruck aus <Medicin. Umschau» Moskau, 1899, November S. l—31. 2) Histologische Untersuchungen über das elastische Gewebe in normalen und pathologisch veränderten Organen. Separat-Abdruck aus «Beiträge zur path. Anatomie und zur allgem. Pathologie», herausgegeben von Professor Dr. Ernst Ziegler. Bd. XXVI, Jena 1900, S. 1—45.
Zu seinen Beobachtungen, die in obigen zwei Schriften (der einen in russischer, der andern in deutscher Sprache) dargelegt sind, benutzte der Autor verschiedene Organe des menschlichen Körpers, sowohl im normalen als im pathologischen Zustande. Die Tinction des elastischen Gewebes geschah nach der abgeänderten Weigert’schen Methode.
Ohne sich bei der reichhaltigen Literatur über das elastische Gewebe aufzuhalten, geht Melnikoft-Rasvedenkoff unmittelbar an die Beschreibung der