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BIBLIOGRAPHIE.
von ihm selbst erhaltenen Thatsachen. Er giebt das Bild der Verteilung des elastischen Gewebes in folgenden gesunden und pathologisch veränderten Organen: den Lymphdrüsen, der Leber, den Nieren, den Nebennieren, den Te-sticuli und dem Herzen. Am Ende des descriptiven Teils seiner Arbeit zieht der Autor einen allgemeinen Schluss, indem er die Frage von der Bedeutung des elastischen Gewebes für den ganzen Organismus im normalen Zustande sowohl als im pathologischen berührt. Seinen Beobachtungen nach zeichnet sich das Blutgefässsystem durch den grössten und beständigsten Reichtum an elastischem Gewebe aus. Da letzteres besondere physikalische Eigenschaften, namentlich Festigkeit besitzt, so giebt es den contractilen Elementen der Wandungen des Blutgefässsystems einen Halt und hilft auf diese Weise diesen Elementen ihre mechanische Thätigkeit in möglichst vorteilhafter Richtung entwickeln. Die Lungen, die sich in beständiger Bewegung befinden und die wichtige Function des Atmens versehen, sind, in Anbetiacht obiger Eigenschaften des elastischen Gewebes, ebenfalls reich daran. Auch die Milz, die die Eigenschaft der Volumveränderung besitzt, enthält viel elastisches Gewebe. Ausserdem sind die Verzweigungen der Arterien der Milz mit einem schützenden Netzwerk von elastischen Fäserchen zum Schutze der Follikeln gegen die Pulsstösse versehen. Noch zu erwähnen ist die grosse Menge von elastischem Gewebe in dem Darmkanale und den grösseren Lymphgefässen des Zwerchfelles, d. h. in solchen Organen, welche sich infolge ihrer Functionen in fortwährender Bewegung befinden. Drüsen (Leber, Pancreas), in denen die Bewegung der Säfte verhältnismässig schwach ^or sich geht, sind an elastischem Gewebe arm. Das Nervensystem, welches von aussen geschützt ist, bedarf des elastischen Gewebes nicht, desgleichen auch das Knochengerüst. Kinder besitzen in ihren Organen weniger elastisches Gewebe als Erwachsene. Bei der physiologischen Atrophie des Organismus im Greisenalter steht die Zunahme des elastischen Gewebes im geradem Verhältnis zum Schwinden der specifischen Elemente der Gewebe. Der Autor sieht diese Zunahme des elastischen Gewebes für einen dem greisen Organismus notwendigen physiologischen Process an. Wenn das Gewebe der Organismen nach und nach schwächer wird, so bedarf es einer äusseren mechanischen Hilfe, damit die schwächer werdenden Gewebselemente ihre Arbeit mit geringerem Kraftaufwand verrichten können. Eben um diese schützende mechanische Function zu verrichten, erscheint das elastische Gewebe in grosser Menge. Was die pathologischen Bilder anbetrifft, so hebt der Autor einerseits die Widerstandsfähigkeit des elastischen Gewebes den Krankheitserregern gegenüber, andererseits dessen grosse Fähigkeit zu Neubildungen hervor, letzteres aber nur da, wo es in seiner Masse dem kranken Organismus Nutzen bringt.
Tischutkin, N. Prosector an der Milit.-medicin. Akademie. Lieber die faserige Structur der epithelialen Schichten der Haut und die hornige Metamorphose des Epithels. (Nebst einer Tafel mit Abbildungen) Separatabdruck aus dem 2-ten Bande, JV2 4, der «Nachrichten d. Kais. Milit.-medicin. Akademien Petersb. 1901, S. 1—32.
Seine Untersuchungen führte der Autor hauptsächlich an den hornigen Ansätzen der Haut, d. h. an den Hufen der Embryonen von Kälbern, Schwei-