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Zl'R ANATOMIE DES W1CKELSCU WANZES,
Mein Exemplar von Cercoleptes caudivolvnlus wog 1670 Grm.; die Schwanzlänge, welche der Körperlänge gleichkam, betrug 18 Ctm.
Die allgemeine Fasele des Schwanzes—fascia caudae communis—bildet die unmittelbare Fortsetzung der oberflächlichen Fascie der Kreuz- und Lendengegend. Letztgenannte Fascie stellt ein verhältnissmässig schwach entwickeltes Blatt vor, während die Fascia communis caudae schon m der Gegend des ersten Schwanzwirbels ziemlich dick ist und bedeutende Festigkeit besitzt. An dem proximalen Bande des ersten Schwanzwirbels sendet die allgemeine Schwanzfascie an ihrer ganzen Peripherie eine Menge Fortsätze von Bindegewebe aus, welche sich in die tiefer gelegene, im Vergleich zur oberflächlichen Fascie dichtere, Fascie des Kreuzes hineinflechten, was die Bildung eines festen Binges bedingt, an welchem die allgemeine Fascie des Schwanzes ihren Anfang zu nehmen scheint. Diese Fascie zieht sich nach rückwärts dem Schwänze entlang, indem sie, fortschreitend, an den Proc. transversi und Metapophyses der Schwanzwirbel inserirt, infolge dessen an der Dorsalfläche des etwas extensirten Schwanzes zwischen den Metapophysen querlaufende walzenförmige Brückchen, die von der jetzt erschlafften Fascie gebildet werden, zu bemerken sind. An der Ventralseite des Schwanzes sind in diese Fascie zwei Schwanzvenen eingeschlossen. Aut der Strecke zwischen dem 1-sten und 10-ten Wirbel lässt sich Fascia caudae communis von der unterhalb gelegenen Fascie leicht abtrennen; in der Gegend des 10-ten und 11-ten Schwanzwirbels beginnt sie sich allmälig mit der Fascia caudae propria zu verschmelzen und schon von dem 11-ten Wirbel an zieht diese verschmolzene Fascie sich bis zu dem letzten Wirbel hin, indem sie die Muskeln. Bänder und Knochen des Schwanzes eigentlich als Scheide umgiebt.
Fascia caudae propria erscheint als unmittelbare Fortsetzung der eigentlichen Kreuzfascie; dieselbe bekleidet den Schwanz mit einer festen Bohre, indem sie sich an die Fortsätze eines jeden Wirbels, von denen sie ''ich schwer abtrennen lässt, anheftet. Den ganzen Schwanz entlang gehen von dieser Fascie Fortsätze ab, welche die Muskelsehnen bekleiden und test verbinden, namentlich die langen sehnigen Fäden der mm. extens. et flexor, caudae extern. Eine jede Sehne dieser Muskeln liegt in einer besondern, von einem Fortsatze dieser Fascie gebildeten Scheide, welche sich bis zur Befestigungsstelle hinzieht; ausserdem gehen von dieser Scheide Bindegew ebs-fäden ab, welche sie an jeden Wirbel, der auf dem Wege der Sehne liegt, befestigen. Eine jede Sehne, wie lang sie auch sei, bewegt sich frei in der sie umgebenden Scheide; die Bindegewebsfäden, welche die Scheide der Sehne an einen jeden der Wirbel befestigen, bedingen die ein für allemal bestimmte relative Lage der Sehnen zu einander und folglich auch die Unmöglichkeit einer Veränderung dieser Lage nach der einen oder der anderen Seite hin. Diese Fascie besitzt sehr feste Consistenz und kann beim Präpariren nur sehr schwer von den Sehnen, deren Scheide sie bildet, und von den V irbelfort-sätzen, an denen sie befestigt ist, losgetrennt werden.
Die Muskeln des Wickelschwanzes Cercoleptis caudivolvuli sind sehr gut ausgebildet, lassen sich vorzüglich von einander abtrennen und befinden sich an der Dorsal-, Ventral- und den Lateralflächen des Schwanzes. Daher können sie ihrer Function nach in drei Gruppen eingeteilt werden: