﻿rF/FF,R FAS ELASTISCHE GEWEBE DES UTERUS.
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In dem Gewebe des Peritoneums befindet sich eine dünne elastische Schicht, die aus ziemlich grossen gebogenen elastischen Fasern besteht.
Quantitativ ist elastisches Gewebe am meisten im Strat. vasculare enthalten, da sich dasselbe in grösster Menge im Adventitium der Geiasse anhäuft. Die Muskelbündel, die sich in der Nähe der Gebisse befinden, sind reichlich mit elastischen Fasern umflochten, während dieselben Muskelbündel des Strat. vasculare, welche weiter ab von den Gefässen liegen, überhaupt ein schwächer entwickeltes Perimysium besitzen und von innen und aussen mit einer geringeren Menge von elastischem Gewebe ausgestattet sind. Im Strat. supravasculare ist letzteres zwischen den Bündeln und innerhalb derselben gleichmässig verteilt. Das Strat. submucosum enthält elastische Fasern in geringster Quantität; dieselben sind hier am dünnsten, doch sind sie auch hier in der ganzen Schicht, wie um die Gefässe herum so auch zwischen den Muskelbündeln, bis zur Schleimhaut verbreitet. Nur in der Schleimhaut fehlt das elastische Gewebe ganz, die Gefässwände ausgenommen. Diese Beobachtungen wiedersprechen den Kesultaten von Woltke und Pick s Untersuchungen, aut Grund derer sie das Vorhandensein von elastischen Fasern im Strat. submucosum ableugneten. Dieser Widerspruch lässt sich dadurch erklären, dass genannte Autoren ihre Prapärate in der Weigert'schen Färbelösung zu kurze Zeit gelassen hatten, als dass sich die feinsten, schwer tingerbaren elastischen Fäserchen hätten gut durchfärben können.
Hinsichtlich der Stellen, wo die Oberfläche des Uterus nicht vom Peritoneum bedeckt ist, sondern dom Parametrium entspricht, ist Folgendes zu bemerken: die Muskelbündel, welche von der compacten Schicht der Uteruswand abgegangen sind und frei inmitten des Bindegewebes des Parametriums liegen, sind von allen Seiten sehr üppig von elastischem Gewebe in Gestalt von netzförmigen Scheiden umgeben; von letzteren gehen häufig elastische Fasern in das Innere der Bündel ab, um sich liier zwischen den einzelnen Muskelzellen zu lagern.
Die Wände der Cervix, sowohl dem Leichnam entnommener als auch nach der Operation erhaltener, scheinen ungefähr die gleiche Dicke zu haben wie diejenigen des Uterus selbst: bei genauerer mikroscopischer Untersuchung (besonders in Bezug auf die elastischen Fasern) erweist es sich jedoch, dass die eigentliche Wand der Cervix weit dünner (nicht über % Ctm. dick) ist. während der übrige, äussere Teil dessen, was im allgemeinen für die Cervixwand gehalten wird, zu dem paracervicalen Zellengewebe zu rechnen ist, in welchem grosse und kleine Gefässe, einzelne, zerstreute Muskelbündel und ganze Complexe derselben liegen, wie man solches überhaupt oft im Parametrium beobachten kann. Bei dem Berühren der Schnittfläche der Cervix mit der Sonde kann ebenfalls die Ueberzeugung gewonnen werden, dass der innere Teil der Wand hart, der äussere—weich ist.
ln der ganzen inneren Zone der Cervix, d h. in der Wand selbst, fehlt es ganz an elastischem Gewebe, wenn man von den feinsten elastischen Fä-serchen absieht, die in seltenen Fällen in der Nähe der Gefässe angetroffen werden. In dieser Hinsicht ist der Gegensatz zwischen dem Körper und der Cervix des Uterus ein auffallender. Selbstverständlich ist das Lumen der Ge-