﻿LEBER DAS ELASTISCHE GEWEBE DES UTERUS.
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der Vergrösserung der Wände gleichen Schritt zu halten scheint; von dem fünften Monat oder, besser gesagt, von der zweiten Hälfte der Gravidität an beginnt das Wachstum der Wände hinter demjenigen des Eies züruekzubleiben. Infolge der Ausdehnung der Uteruswand sind in den mikroscopischen Schnitten nicht mehr solche weit auseinander geschobene Bündel und Bündelehen wie in früheren Stadien zu sehen, da sowohl die grösseren als auch die kleineren Bündel zusammengerückt sind. Bei dieser Streckung und diesem Zusammenrücken der Elemente haben sich die elastischen Fasern offenbar gerade gebogen und die regelmässige Lage, deren wir soeben erwähnten, angenommen.
Im Laufe der zweiten Hälfte der Gravidität kann überhaupt bemerkt werden, dass das Dünnerwerden und die Dehnung der Uteruswand von der Streckung aller dieselbe bildenden Teile begleitet ist: gestreckt sind die Muskelfasern und die zwischen ihnen befindlichen bindegewebigen Scheidewände; die Muskelbündel und Gefässe sind abgeplattet, sodass deren Querschnitte sehr langestreckte Ovale darstellen. In der Anordnung der Muskelbündel herrscht nicht mehr die Verworrenheit, welche in dem nicht graviden Uterus oder in den ersten Hälfte der Gravidität beobachtet wird; die Bündel nehmen eine geordnetere Lage an, wobei die meisten derselben der Längsaxe des Uterus entlang ziehen. Es sind namentlich die Muskelbündel strati vascularis und des inneren Teils strati supravascularis, welche eine Lagenveränderung erfahren, während die Längsschicht strati subserosi und die circulären Bündel strati supravascularis ihre Lage nicht verändern.
Das Perimysium ist in der zweiten Hälfte der Gravidität stark entwickelt. Wie an Längs- so auch besonders an Querschnitten von Bündeln kann man wahrnehmen, dass eine jede Muskelfaser von collagenem Gewebe umgeben ist. i >ie Einzelheiten des Baues des collagenen Teils des Perimysiums einzelner Muskelzellen haben wir nicht näher studirt, da ein solches Studium eine Leihe besonders angeordneter Untersuchungen benötigt hätte. Was den elastischen Teil des Perimysiums anbelangt, so enthält er gewöhnlich eine Beimengung elastischer Fasern, welche hier dünn, lang und geradlinig sind und zwischen den Muskelbündeln sowohl als auch zwischen den einzelnen Muskelfasern den letzteren streng parallel liegen (Fig. VII u. VIII). Imstrat. supravascu-lare sind elastische Fasern in grosser Menge vorhanden und begleiten ziemlich beständig fast jede Muskelfaser. Im strat. vasculare sind dieselben nicht so regelmässig verteilt: an einigen Stellen (in der Nähe der Gefässe) sind ihrer sehr viele vorhanden, an andern fehlen sie fast ganz. Am wenigsten werden sie im str. submucosus angetroffen.
Im unteren Uterussegment werden im Vergleich zu dem oberen Teile des Uterus keine besonderen Veränderungen im elastischen Gewebe wahrgenommen. Von einer solchen Menge elastischen Gewebes in dem unteren Segment am Ende der Gravidität, wie sie Acconei und Dittel beschreiben, kann keine Rede sein.
Was den Inhalt an elastischem Gewebe in der Cervix in der zweiten Hälfte der Gravidität anbetrifft, so beobachtet man hier dasselbe, was in dem nicht graviden Uterus: au der Stelle, wo das untere Segment desselben in die Cervix übergeht, bemerkt man in dieser Hinsicht einen scharfen Gegensatz: