﻿UEBER PAS ELASTISCHE GEWEBE PES UTERUS.
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In dem untern Teile des Uteruskörpers sind die Veränderungen in dem elastischen Gewebe analog denjenigen, die in der oberen Region statthaben. In der inneren Zone der Cervix nimmt das elastische Gewebe, welches blos in den Gefässwänden vorhanden ist, nur eine blasse und trübe Färbung an. In der äusseren Zone dagegen sind die elastischen Fasern dünn, lang, schön gefärbt und überhaupt keinen Veränderungen unterworfen.
In den Uteri, in welchen die Zusammenziehung nach der Geburt stattgefunden hat, stellt die Verteilung der elastischen Gewebes denselben Typus vor: dessen Fasern sind dem collagenen Gewebe beigemengt, wobei sie sich den Muskelfasern parallel ordnen. An den Enden der Muskelbündel sammeln sich die elastischen Fasern in etwas grösserer Menge an, sodass sie an die kappenförmigen elastischen Netze au dem vorderen Ende der Bündel erinnern, welche in der ersten Hälfte der Gravidität so deutlich hervortreten (Fig. X).
Die Beziehung des elastischen Gewebes zu dem Muskelgewebe lässt sich am besten an den Stellen studiren, wo die Bündel nicht, wie in der Uteruswand, compact sondern einzeln, wie im Parametrium oder im Ligamentum ro-tundum, liegen. In dem zu einem Uterus in der zweiten Hälfte der Gravidität gehörigen Ligamentum rotundum wird Streckung und Geradebiegung der Elemente wahrgenommen, da dasselbe von dem sich vergrössernden Uterus gestreckt wird. Bei der rnikroscopischen Untersuchung eines solchen Bandes an den Stellen, wo der Schnitt längs eines ganzen Bündels geht und das ganze System der zu diesem Bündel gehörigen elastischen Fasern in sich schliesst, wird folgendes Bild erhalten (Fig. XL: von 1—2 dicker oder einem ganzen Flechtwerke grober elastischer Fasern gehen einige Fasern in der Richtung des vordem Endes des Muskelbündels ab; hier verzweigen sie sich zu feineren Fäserchen, welche das Muskelbündel von aussen umgeben, in dasselbe dringen, um sich längs dessen Fasern zu ordnen, indem sie die ganze Zeit über, den Muskelfasern parallel bleiben. Dabei sind die elastischen Fasern meist geradlinig.
Nach der Geburt, d. h. nachdem sich die Muskeln zusammengezogen haben, bleibt das Verhältnis des elastischen Gewebes zu dem Muskelgewebe in dem Ligamentum rotundum ganz unverändert (Fig. XII). Die Muskelbündel erscheinen hier verkürzt, die Muskelfasern weniger gestreckt als während der Gravidität, sogar ein wenig gebogen; auch die elastischen Fasern sind gebogen und zwar in einem viel höheren Grade.
Das soeben beschriebene Verhältnis des elastischen Gewebes zu den Muskelbündeln entspricht vollkommen dem, was Smirnoff *) unter dem Namen «elastische Sehnen» beschrieben hat.
Eine ganz analoge Beziehung zwischen dem elastischen und dem Muskelgewebe beobachtet man auch in der Wand des Uterus, des graviden sowohl
') Smirnoff, „lieber die Beziehungen zwischen dem Muskel- und elastischen Gewebe bei den Wirbeltieren“. Anat. Anz. B. 15. 8. 4.84.