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UEBER DAS ELASTISCHE GEWEBE DES UTERUS.
sächlichste physikalische Eigenschaft des elastischen Gewebes dessen Festigkeit anzusehen ist.
Jetzt wirft sich uns die Frage auf; welche Folie das elastische Gewebe während der Erweiterung der Cervix spielt?
Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass in der äusseren Zone der Cervix das elastische Gewebe während der Gravidität unverändert bleibt; dass in der äusseren Zone derselben elastisches Gewebe in Menge vorhanden ist und dass es die Muskelbündel, welche hier nicht eng aneinander liegen, umgiebt, so wird es uns klar, dass in der Cervix nur diese Muskelbündel auseinander rücken, wobei die Systeme der elastischen Fasern eines jeden Bündels, mit einander anastomosirend, die Bündel aneinander heften und auf diese Weise die Integrität der Cervix bewahren. Wenn ein solches Auseinanderrücken der Bündel nicht statt fände und die Enfaltung der Cervix auf Bechnung der Ausdehnung der Elemente vor sich ginge, so würden die elastischen Fasern der Cervix reissen, was in der Wirklichkeit nicht der Fall ist.
Die Rolle der elastischen Schicht, welche in Gestalt eines Netzwerkes unter dem vielschichtigen Epithel der Portio vaginalis sowohl als auch der Vagina selbst liegt, besteht sichtlich darin, dass das elastische Netz, als haltbarster Teil des Gewebes, bei der Erweiterung der Cervix während der Geburt deren Peripherie vor Ruptur bewahrt, gleichdem wie das seidene Netz einen Richardson'sehen Gummiball vor dem Zerreissen schützt.
Das tief gelegene elastische Netzwerk in der Portio vaginalis, dessen Dührsen erwähnt, gehört offenbar zum elastischen Gewebe der äusseren Zone der Cervix, d. h. zu dem Teile dieser Schicht, welcher zuweilen einen Bestandteil der Portio vaginalis. zwischen der Befestigungsstelle derselben an der Cervix und der inneren Zone der letzteren bildet.
Tafelerklärung.
Alle Zeichnungen sind unter dein Mikroscop von den Präparaten, die nur
n eh der IFrhytrPschen Methode gefärbt wurden, photographie.
Fi(j. I. Das elastische Gewebe eines nicht schwangeren Uterus (strat. subser. et supravasc.) Zeiss Apochr. 8,0 Comp. oc. 6.
Fi(j II. Das elastische Gewebe eines 1 Monatelang schwangeren Uterus (Str. subser. et supravasc.) Zeiss Apoclir. 8,0 C. oc. 6.
Fi(j. III. Zeiss Apochr. 4,0 C. oc. 6.
Fig. IV. Zeiss Apochr. 2,0 Comp. oc. 0 Oelimm. Die punctirte Linie fuhrt zu der Körnchenlinie.
Fig. V. Zeiss Apochr. 4,0 C. oc. 0.
Fig. VI. Zeiss Apochr. 4,0 C. oc. 6.
Fig. VII Die elastischen Fasern in einem VlI-Monatelang schwangeren Uterus (str. subser. et supravasc.). Zeiss Apochr. 8,0 C. oc. 6.