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LIEBER DAS ELASTISCHE GEWEBE DES UTERUS
vielen Uterus Netzwerke vun elastischen Fasern gefunden, wobei dieselben in dem untern Segment des Uterus stärker entwickelt waren. Die grösste Menge elastischer Fasern fand der Autor in der Cervix, wo dieselben sehr dick sind und die Cervix quer von der Peripherie an bis zu der Schleimhaut selbst, ihrer ganzen Dicke nach, durchziehen. Eine solche Anhäufung von elastischem Gewebe in der Cervix macht, der Meinung des Autors nach, deren Glättung und Eröffnung während des Geburtsactes möglich, da die elastischen Fasern die grösste Dehnung zu ertragen vermögen.
Spätere Autoren: Dührssen 1}, Dittel 2), Davidoff3), Poroscliin 4 5), Woltke0) und Pick "), Die sich mit der Frage über das elastische Gewebe des Uterus überhaupt beschäftigt haben, berührten dessen Veränderungen im graviden Uterus entweder gar nicht oder doch nur sehr oberflächlich.
Der Zweck unserer Arbeit war die Reihenfolge der Veränderungen des elastischen Gewebes des Uterus vom Anfang der Gravidität an bis zum Ende derselben zu verfolgen. Zu diesem Zwecke untersuchten wir eine Reihe von Präparaten des graviden Uterus während aller Schwanger-schaftsmonate an bis zur Geburt. Wie schwer es auch war eine solche Sammlung von Präparaten des graviden menschlichen Uterus sich zu verschaffen, gaben wir bei unsern Untersuchungen dem menschlichen Uterus dennoch den Vorzug, da uns Aerzten, und speciell den Geburtshelfern unter uus, die Anatomie und Physiologie dieses Organs sowie die ganze Klinik der Gravidität und Geburt beim Menschen am besten bekannt sind.
Solche Präparate des Uterus, welche in Fällen, wo die Gravidität durch Fibrome complicirt war, nach der Operation hergestellt worden waren, kamen bei unserer Beschreibung nicht in Betracht, da sie schon ins Gebiet der Pathologie gehören.
Ausser den Uteri im graviden wurden auch einige Präparate solcher im nicht graviden Zustande von Individuen verschiedenen Alters, und mehrere in der Puerperalperiode befindliche untersucht.
Die Stücke, welche zur mikroscopischen Untersuchung dienen sollten, wurden allen Gegenden des Uterus, des parametralen Zellengewebes und der Ligamente entnommen und die Schnitte in drei Richtungen, der sagittalen, horizontalen und frontalen, ausgeführt. Die meisten Präparate wurden uns, zur
') DUhrssm. „Beitrag zur Anatomie. Physiologie und Pathologie der Portio vaginalis uteri". Arch. f. Gynäk. B. XLI. H. 2.
2)	Dittel. „Ueber die elastischen Fasern der Gebärmutter“.—Aliéner klm. Rundschau 18%, .V'.Yü 20, 27.
3)	Davidoff. „Zur Frage nach den Abänderungen des elastischen Gewebes des l terus bei spontanen Rupturen desselben während Geburt und Gravidität“. Biss. St.-Petersburg. 18%.
4)	Poroschin. „Zur Aetiologie der spontanen Uterusruptur während Schwangerschaft und
Geburt“. Centralblatt. Gynäk. 1898. Ais 7.	_
5)	Woltke. „Histologische Untersuchung des elastischen Gewebes im l terus und den Fierstocken. Medecinskoje Obosrenije. 1900. Mai.
fi) L. Pick. „Ueber das elastische Gewebe in der normalen und pathologisch veränderten Gebärmutter“. Samuil, klin. A orträge. X- 280. 1900.