﻿HEBER DAS ELASTISCHE GEWEBE BES UTERUS.
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Untersuchung, in Formalin conservirt überlassen. Aus dem Formalin wurde eine Serie der Stücke in Alkohol von zunehmender Stärke übergeführt und dann auf gewöhnliche Weise in Celloidin eingebettet, eine andre, der ersten parallele Serie, aus dem Formalin in die Flemming sehe Lösung gebracht und dann nach der Entwässerung, behufs Herstellung sehr dünner Schnitte, nach Dr. Stepanoffs, *) Methode in Celloidin eingebettet.
Lei der Färbung der elastischen Fasern wandten wir die Weigert sehe -) Methode an. indem wir verschiedene Combinationen bei der Anwendung dieses Verfahrens versuchten, fanden wir für unsre Objecte am besten, die zubereitete Weigert’sche Färbelösung mit der dreifachen Menge Alkohol zu verdünnen und die Schnitte 24 Stunden lang in dieser verdünnten Lösung liegen zu lassen. Diese Combination lieferte die besten Resultate. Als Kernfarbe bedienten wir uns des Alaun-Carmins und zum Färben des collagenen Gewebes der Färbelösung Ramon-y-Cajal’s und dieser parallel Van Gieson's Färbemethode.
Ehe wir über das elastische Gewebe in dem Uterus während der Gravidität reden, ist es nötig einige Worte über dasselbe in dem nicht graviden Uterus zu sagen, da die Untersuchungen früherer Autoren in dieser Hinsicht nicht, wie erwünscht wäre, bis zu Ende geführt worden sind.
Bei der mikroscopischen Untersuchung der Präparate von nicht graviden normalen Uteri gewahrt man ein ziemlich buntes Bild, in welchem es schwer ist sich zurecht zufinden: es bieten sich dem Auge Massen von Muskelbündeln dar, die sich in den verschiedensten Richtungen kreuzen: dieselben sind dicht aneinander gedrängt, gleichsam aufgehäuft; dabei sind die Muskelbündel selbst, häufig gebogen, sodass genaue Längsschnitte derselben, sowie auch richtige Querschnitte, selten anzutreffen sind. Aus demselben Grunde sind auch ganze elastische Fasern eine Seltenheit, und hat man gewöhnlich eine Menge schräg abgeschnittener elastischer Fasern vor Augen.
Die Menge von Gefässen in dem Uterus ist eine erstaunliche: es scheint, als seien ihrer viel mehr da, als für ein so kleines Organ nötig wäre; an einigen Stellen sieht man 5—6 nebeneinander hinziehende Arterien.
Der allgemeine Eindruck, den man erhält, ist der, dass der nicht gravide Uterus (die Schleimhaut nicht inbegriffen) ein Complex von Muskelbündeln und Gefässen darbietet, die mit einander innig verbunden sind und gleichsam einen festen Knäuel bilden, in welchem die einzelnen 'Feile durch Bindegewebe zu einem Ganzen verbunden sind; mit andern Worten, der Uterus erscheint in diesem Zustande als ein Vorrat an Gewebe, welcher nur während der Gravidität, wenn ein umfangreiches und mit sehr complicirten Functionen ausgestattetes Organ gebildet werden soll, zur Anwendung kommt.
Sobald Gravidität eintritt, beginnen die Muskelbündel auseinanderzurücken, sich zu strecken und regelmässiger anzuordnen. Es entsteht gleichsam eine natürliche Präparirung, welche das Studium des Baues des Uterus erleichtert
*) Stepannff. „Eine neue Einbettungsmothodo. in Celloidin“. Zeitschrift für wissenschaftliche Mikroscopie. B. XVII. II. 2.
-) Weigert. „I eher eine Methode zur Färbung elastischer Fasern“—Central!)], f. allg. Pathol, u. path. Anatomie. 1898. .V 8—9.