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A N A L Y S E S.
Gefässen der Glomeruli beschleunigt und die Menge der hindurchfiltrirenden Flüssigkeit vergrössert ist.
Futran, M. Dr. med. Ueber die diuretische Wirkung des Harnstoffs,
(Russ. Arch. f. Pathol., klin. Med. u. Bacter. Bd. 4. 1897. S. 1).
Beobachtungen, die der Autor an Menschen anstellte, haben gezeigt, dass der diuretische Effect des Harnstoffs ein sehr unbedeutender ist und in dieser Hinsicht andern Diuretica nachstellt. Auf den allgemeinen Zustand hatte der Gebrauch von Harnstoff keine üble Wirkung.
Mankowski, A. Dr. med. Ueber die belebende Wirkung des Extracts von glandulae suprarenales bei Ohnmächten während der Ghloroform-narkose.
Versuche des Autors an Hunden zeigten, dass das Extract gl. suprarenales, während der durch Chloroform verursachten Ohnmächten in das Blut eingeführt, auf das Herz und die Atmung eine belebende Wirkung ausübt.
Lehmann, E, Prof, und Burschinski, P. Peräploca graeca in ihrer Wirkung
auf das Herz. (Wratsch, 1896, V 22, S. 631).
Vorläufige Versuche mit Extractum fluidium Periplocae graecae an Fröschen kennzeichneten es als ein auf das Herz und die Atmung wirkendes Mittel. Nach der Einführung unter die Haut einiger Centigramme dieses Mittels machte der Frosch einige tiefe Athemzüge, die aber bald schwächer wurden und ganz aufhörten, wobei auch das Herz Stillstand. Auf das centrale Nervensystem, die peripherischen Nervenendigungen und die quergestreiften Muskeln blieb das Mittel ohne Wirkung.
Eingehendere Versuche zeigten ferner, dass nach der Einführung des Extracts dem Frosche die Zusammenziehungen der Herzkammer stärker und seltener wurden, die Systolen länger andauerten. Während den Systolen wurde die Herzkammer blässer, während den Diastolen wurden dagegen locale Con-tractionen beobachtet, infolge deren Ausbuchtungen entstanden, welche dem Ventrikel das Aussehen einer Maulbeere gaben. Schliesslich stand die Herzkammer im Moment der Systole still, wobei die durch das Blut ausgedehnten Vorkammern nicht die Kraft hatten es in die zusammengezogene Herzkammer zu treiben.
Versuche an Hunden bestätigten das an Fröschen Gefundene, wobei Steigerung des Blutdrucks und Verlangsanung des Pulses beobachtet wurden; bald trat, anstatt Verlangsamung, Beschleunigung ein, schliesslich liel der Blutdruck und die Herzschläge wurden seltener, bis zu völligem Stillstand.
Die Steigerung des Blutdrucks erklärt der Autor durch die Beizung des vasomotorischen Centrums.
Das von Prof. Lehmann aus dem Extract gewonnene Glucosid, Periplocin genannt, übt dieselbe Wirkung aus wie das Extract selbst. Bei ferneren Versuchen wurde Vermehrung der Zahl und Verstärkung der Atemzüge beobachtet, was, dem Autor nach, sich durch die unmittelbare Reizung des Atmungscentrums erklären dürfte.