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A N A L Y S E S.
schwulst, schmerzhaft und elastisch. Nach weiteren 1—2 Wochen sind die Tumoren beweglich und fangen an sich scharf von dem gesunden Gewebe abzugrenzen. In diesem Moment lässt sich die Geschwulst ohne Schwierigkeit extirpiren. Versäumt man dies zu thun, so vergrössert sich die Geschwulst und geht in einen Abscess über, wie das manchmal mit Atheromen der Fall ist. Auf die Thätigkeit der Nieren, des Herzens und des Nervensystems hat der Autor bei innerem Gebrauch keinen nachteiligen Einfluss beobachtet. In letzter Zeit hat er auch subcutane Einspritzungen des Extracts angewandt, von dem Bepinseln der wunden Stellen und den Einspritzungen in das Parenchym der Geschwulst aber abgestanden. Dies alles giebt, seiner Ansicht nach, das Recht Chelidonium majum nicht nur als Aetzmittel zu betrachten, sondern es für ein specifisches Mittel gegen canceröse Neubildungen zu halten.
Kamenski, D Ueber den Mechanismus der Einwirkung des Digitaiins auf den Rythmus der Zusammenziehungen des Herzens bei den
Warmblütlern. (Wratsch, 1896, .V 47, S. 1329).
Nachdem der Autor die bisherigen Thatsachen über die Einwirkung des Digitaiins auf den Rythmus der Zusammenziehungen des Herzens dargelegt, geht er zu der Beschreibung der von ihm selbst erhaltenen über. Der wesentlichste Unterschied seiner Experimente bestand darin, dass er, um das Herz von dem Centrum der Nn. accélérantes zu isoliren, das Rückenmark zwischen dem 1 und 2 Wirbel durchschnitt. Wie bekannt, haben einige Forscher, nachdem sie nach Durchschneidung der Nn. vagorum bei Anwendung von Digitalis keine Verlangsamung des Pulses beobachtet hatten, angenommen, dass es auf die centralen Endigungen dieser Nerven im verlängerten Mark erregend wirkt. Von seinen eigenen Experimenten ausgehend, erklärt der Autor diese Erscheinung dadurch, dass besagte Forscher, die nach Durschneidung der Nn. vagorum durch Digitalis keine Verlangsamung erhielten, ihre Experimente bei unangetastetem Rückenmark ausgeführt hatten und dass daher infolge der Beseitigung des Antagonisten, der Einfluss des Beschleunigungsapparat so stark war, dass, trotzdem der peripherische Hemmungsapparat unverletzt geblieben war, das Digitalin den Rythmus nicht immer verlangsamen konnte. Aus diesem Grunde sagt der Autor die Meinung aus, dass Digitalin auf die centralen Endigungen der Nn. vagorum keine Wirkung ausübt.
Als Beweis für die Wirkung des Digitaiins auf den Hemmungsapparat dos Herzens führen alle Forscher den Umstand an, dass nach der durch Atropin hervorgerufenen Lähmung desselben, Digitalin schon keine Verlangsamung mehr hervorruft; aus den Curven, die der Autor giebt, folgt, dass, wenn das Herz, infolge der Durchschneidung des Rückenmarks, dem Einflüsse der beschleunigenden Impulse entzogen ist, Digitalin auch nach Atropin systolische Verlangsamung bewirkt. Auf Grund dieser Beobachtungen behauptet der Autor, dass die systolische Verlangsamung der Zusammenziehungen des Herzens von einer speciflschen Wirkung des Digitaiins aut den Muskel der Herzkammer abhängt, während der peripherische Hemmungsapparat nur an der diastolischen Verlangsamung teil nimmt.