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dass dieses Mittel die Erregbarkeit derselben erhöht. Bei grösseren Düsen jedoch wird Verminderung der Erregbarkeit und schliesslich vollständiges Schwinden derselben beobachtet. Es folgt daraus, dass Cornutin auf die Nn. vagi zuerst erregend, dann lähmend wirkt, gleicherweise auch auf die motorischen Ganglien des Herzens oder auf den Herzmuskel. Zwei ausgeschnittene Froschherzen, von denen das eine in physiologischer Salzlösung, das andre in einer Cornutinlösung tauchte, zeigten, dass in dem in Kochsalzlösung tauchenden die Contractionen noch eine Stunde lang fortdauern, während sie in der Cor-nutinlösung bald aufhören. Bei der Enführung einer Dosis von 0,001 Cornutin werden die Reflexe erhöht, während bei Verstärkung der Dosen allmälige Abnahme und zuletzt völliges Schwinden derselben beobachtet werden.
Beobachtungen der Wirkung dieses Mittels auf die quergestreiften Muskeln gezeigten, dass die Periode der Zusammenziehung des Muskels sich nur unbedeutend verändert, während die Periode der Erschlaffung desselben um vieles länger wird. Experimente an Kaninchen und Hunden erhaben dass geringe Dosen, 0,0002 pro kilo Gewicht, beschleunigtes Athmen, starken Speichelfluss und Erbrechen hervorrufen. Bei Vergütungen mit 0,0007 pro kilo Gewicht treten ausser jenen Erscheinungen noch flüssige Ausleerungen, Erweiterung der Pupille, zuerst Verstärkung, dann Abnahme der Schmerzreflexe, Schwäche und starkes Zittern der hintern Extremitäten hinzu. Bei Dosen von 0,0003 pro kilo Gewicht erfolgen sehr bald: Erbrechen, starker Speichelfluss, Zittern am ganzen Körper, krampfhafte Zuckungen der hinteren Extremitäten, dann treten: unfreiwillige Entleerung des Harns und Kotes, Verminderung der Reflexe, klonische und tetanische Krämpfe ein. und das Tier geht gewöhnlich zu Grunde. Wie Versuche gezeigt haben, hängen die Veränderungen der Respiration von der Wirkung dieser Substanz auf das respiratorische Centrum ab. Versuche in Bezug auf den Blutdruck zeigten, dass derselbe unter der Einwirkung von Cornutin steigt; wurde aber vorher das Rückenmark zwischen dem 1 und 2 Halswirbel durchschnitten (um den Einfluss der vasomotorischen Centrums zu beseitigen), so stieg der Blutdruck nicht. Dasselbe beobachtet man auch bei vorhergehender Einführung grosser Dosen Chloralhydrat. welches auf das vasomotorische Centrum deprimirend und lähmend wirkt. Versuche an Kaninchen hinsichtlich des Einflusses auf den Uterus zeigten, dass die nach dem Chloroformiren zum Stillstand gekommenen Zusammenziehungen desselben, nach der Einführung von Cornutin sich wieder einstellten. Dosen von 0,001 pro kilo Gewicht riefen heftige Contractionen hervor. Aehnliche Versuche über die Wirkung aut den Uterus wurden auch mit Sphacelinsäure angestellt, wobei (bei Dosen von 0.002 pro kilo Gewicht) die Contractionen einen tetanischen Charakter annahmen. Nach vorhergehender Zerstörung des Rückenmarks in der Kreuzgegend üben weder Cornutin noch Sphacelinsäure auf die Zusammenziehungen des Uterus eine merkliche Wirkung aus. Es folgt daraus, dass beide genannte Substanzen nur auf den Centralapparat wirken, was auch dadurch bestätigt wird, dass bei künstlicher Durchleitung von Cornutin oder Sphacelinsäure enthaltendem Blute durch den Uterus keine Contractionen beobachtet werden.