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ten Veränderungen der Herztliätigkeit weder von der W irkung des Extracts auf den centralen Hemmungsapparat nocli von dem Einflüsse auf die peripherischen Endigungen der Nn. vagorum ab. Beobachtungen der A erände-rungen des Gefässsystems unter der Einwirkung von Stigmata maydis ergaben, dass in der Schwimmhaut der Füsse und in der Zunge Verengerung der Gelasse stattfindet. Experimente an Hunden zeigten Folgendes: die Einspritzung von 0,2 Grm. des Extracts pro kilo Gewicht bewirkte sogleich Steigen des Blutdrucks und Fallen der Pulsfrequenz, wobei der Puls voller wurde; die fernere Einführung von 0,05—0,1 Grm. pro kilo Gewicht rief noch stärkeres Steigen des Blutdrucks und Fallen der Pulsfrequenz hervor, wahrscheinlich als Folge der Lähmung der Nn. vagorum. Bei Durchschneidung beider Nn. vagorum bedingt die Injection des Extracts Erhöhung des Blutdrucks, aber keine Verlangsamung des Pulses. Unter Durchschneidung des Rückenmarks ange-stellte Versuche zeigten, dass in diesem Falle die Injection des Extracts auf die Höhe des Blutdrucks gar keinen Einfluss hat. Die Autoren ziehen aus ihren Experimenten folgende Schlüsse: 1) die bei dem Frosche nach der Einspritzung des Extracts beobachtete Verlangsamung sowie die Verstärkung der Herztliätigkeit hängt hauptsächlich von der Wirkung desselben auf die intracardialen Ganglien und den Herzmuskel selbst ab. Die Verengerung der Gefässe und, als Folge davon, der erhöhte Blutdruck können eine Wirkung auf die peripherischen Vasomotoren und die Gefässmuskeln selbst ausüben. 2) Die Verlangsamung der Herzschläge bei den Warmblütlern dürften, auf Grund von Experimenten unter Durchschneidung der Nn. vagorum, in der Beizung des Centrums dieser Nerven in dem verlängerten Mark ihre Erklärung finden: 3) die Erhöhung des Blutdrucks dürfte sowohl von der erhöhten Herztliätigkeit als auch von der Erregung des vasomotorischen Centrums des verlängerten Marks abhängen.
inajeff. W. Materialien zur Pharmakologie des Stypticins und des Hy-drasiinins. Aus Prof. Popoff's pharmak. Laboratorium. (Berichte der Gesellschaft für wissenschaftliche Medic, und Hyg. an der Universität Charkoff, 1897).
Der Autor veranstaltete ein Reihe von Experimenten über die Wirkung des Stypticins und des Hydrastinins im allgemeinen, hauptsächlich aber auf die Con-tractilität des Uterus, indem er es sich angelegen sein liess die bisher bekannten Thatsachen näher zu prüfen. Die Experimente mit Stypticin an Kaltblütlern zeigten, dass Dosen nicht unter 0.02—0,05 grm. die peripherische Sensibilität zu rein tactilen Erregungen reizen und die Reizbarkeit des peripherischen Apparats für Schmerzempfindungen herabsetzen. Auf die Herzthä-tigheit wirkt das Stypticin hemmend, auf die Atmungscentra—lähmend. Der vasomotorische Effect desselben wird durch dessen Wirkung auf die Gefässmuskeln und auf den gefässverengernden Mechanismus bedingt. Bei Warmblütlern bringt Stypticin fast einen analogen Effect in Bezug auf die Erregung des Uterus, sowohl des gravid gewesenen als des jungfräulichen, hervor. In allen Fällen erfolgen sogleich nach der Einspritzung von Stypticin Contrac-tionen der Hörner und des Körpers des Uterus. Der nach Ausschliessung