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A N A L Y S E S.
Experimente an "Warmblütlern zeigten, dass eine einmalige Einführung von V.o ~0,1 Cc. unmittelbar in das Blut auf die Herzaction und den Blutdruck keinen merklichen Einfluss hat. Nach wiederholter Einführung solcher Dosen beobachtet man bei unverändert gebliebenem Rythmus des Herzens Erhöhung des Blutdrucks, was, wie aus Versuchen erhellt von der gefässverengernden Wirkung des Extracts abhängt. Düsen von über 1 Cc. pro kilo wirken als Gift, wobei Fallen des Blutdrucks bei gleichzeitiger Beschleunigung und zunehmender Schwäche der Contractionen des Herzens stattfindet.
Experimente unter Ausschluss der Einwirkung auf das Herz verschiedener Teile des Central—Nervensystems sowie unter Durchleitung verschiedener Lösungen des Extracts durch herausgenommene Froschherzen zeigten, dass die giftige Wirkung von Gossypium herbaceum sich durch den Einfluss desselben auf den neuro-musculären Apparat des Herzens erklärt. Experimente an Warmblütlern sowohl als an Kaltblütlern zeigten, dass Gossipium auf die peripherischen Vasomotore erregend wirkt. Der Einfluss des Extracts auf die Contractilität des Uterus wurde an Kaninchen studirt. Die Versuche zeigten, dass Extr. fluid. Gossip, herb, weder die Energie noch die Frequenz der selbständigen Contractionen des Uterus verändert. Nach vorausgeganger Einführung von Morphium, welches diese Zusammenziehungen abschwächt, ruft Extr. Gossipii keine Verstärkung derselben hervor. Die Einführung des Extracts graviden V eibchen in das Blut wirkt auf die Zusammenziehungen des Uterus eher hemmend als fördernd.
Auf Grund klinischer Beobachtungen zieht der Autor ferner folgende Schlüsse: 1) Dosen des Extracts bis 20 Kaffeelöffelvoll täglich 2—3 Tage hintereinander, sowie der Gebrauch von 3—4 Löffelvoll während eines Monats bewirken Nebenerscheinung; 2) Extr. Gossipii kann nicht als Abortium angesehen werden; 3) auf den kreissenden Uterus wirkt es nicht als wehenbeförderndes Mittel; 4) ungenügende Involution nach der Geburt wird durch das Extract nicht befördert.
Lewaschoff, J. Subcutane Einspritzungen von Periplocin bei Herzkrankheiten. (Wratsch, 1898, .V 11. S. 308).
Die annähernden Dosen des unter die Haut einzuführenden Periplocins bestimmte der Autor zuerst an Tieren, darauf an sich selbst und erst dann an herzleidenden Kranken. Für den Menschen wurde als höchste 24-stündliche Dosis—0,001 Gr. angenommen. Die Wirkung des Periplocins that sich folgender ma ass en kund: schon 1 Stunde nach der Einspritzung stellte sich Verlangsamung des Pulses und Steigerung des Blutdrucks ein. Bei Arythmie wird der Puls viel voller und regelmässiger. Bei der Einwirkung des Periplocins auf das Herz wird der Stoss viel deutlicher; die Grenzen der Herzstumpfheit verändern sich nur bei längerem Gebrauch des Mittels; die Herztöne und organischen Geräusche werden hörbarer. Die Harnmenge vergrössert sich unter dem Einflüsse des Periplocins sehr stark, was aber nur bei Herzleiden stattfindet. Einen wesentlichen Einfluss auf die Zusammensetzung des Blutes hat das Periplocin nicht, und ist nur in einigen Fällen Vergrösserung der Anzahl der weissen Blutkörperchen beobachtet worden.