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A X A L Y S E S
des Gehirns gewidmeten Arbeiten gellt der Antor zur Charakteristik der Wirkung der Narcotica über. Besonders eingehend setzt er die Wirkung eines der Körper der Methanreihe, des Alkohols, auseinander. Sich auf Bunge's und Schmiedeberg’s Untersuchungen stützend, widerlegt Prof. Tschirwinski die Meinung über die erregende Wirkung des Alkohols und spricht sich dahin aus, dass dessen Einfluss auf die Lähmung gewisser Teile des Gehirns, die Schwächung der Hemmungscentra, zurückzuführen sei.
Nachdem der Autor auf die Analogie der Wirkung des Alkohols und anderer das Alkoholradical enthaltender Narcotica hingewiesen, wendet er seine Aufmerksamkeit besonders der Wirkung dieser Mittel auf das Herz und die Atemwerkzeuge zu und beschreibt seine Beobachtungen über die folgenden Substanzen: Pental, Aethylbromid, Dichlormethan, Methylal, Aethylidenchlorid, Urethan, Chloralcyanhydrat, Trional und Sulfonal. Aus diesen Beobachtungen folgt, dass einige der genannten Verbindungen —diejenigen, die kein Halogen enthalten: Pental, Urethan, Trional und Sulfonal—nur die Atem Werkzeuge treffen,—Urethan wirkt anfänglich auf das Atmungscentrum sogar erregend. Diejenigen Mittel dagegen, welche Halogene, Brom oder Chlor, enthalten, d. h. Aethylbromid und Dichlormethan, lähmen nicht nur die Atemwerkzeuge, sie können auch das Herz lähmen. Dasselbe gilt auch von Aethylidenchlorid. Von den untersuchten Körpern lähmt nur Chloralcyanhydrat zuerst die Herzaction. Das letzte der genannten Mittel—Methylal—paralysirt. den Beobachtungen des Autors zufolge, weder die Atmung noch den der Blutcirculation vorstehenden Mechanismus.
Im weiteren bespricht der Autor die therapeutische Bolle obiger Substanzen, indem er besonders den Schaden hervorhebt, den Misbrauch narkotischer Mittel nach sich ziehen kann.
Der übrige Teil der Schrift ist der Darlegung der bestehenden Theorien des normalen Schlafs gewidmet. Der chemischen Theorie des Schlafs beistimmend, nach welcher derselbe durch Anhäufung von Producten, welche die Hirnzellen ermüden, herbeigeführt werden soll, vergleicht der Autor den normalen Schlaf mit dem narkotischen und findet, dass dieser sich wesentlich von jenem durch verlangsamten Sauerstoffumsatz und Erweiterung der Hirngefässe unterscheidet.
Mankowski, A. Ueber die einfachsten Gewinnungsmethoden des Neben-nierenextracts und dessen Wirkung auf den tierischen Organismus.
Buss. Arch, für Pathol., klin. Medic, und Barter. Bd. V, 1898, S. 261).
An der Hand eigner Versuche ist der Autor zu dem Schlüsse gelangt, dass die bedeutende Erhöhung des Blutdrucks, welche nach der Einspritzung von Nebennierenextract in das Blut beobachtet wird, hauptsächlich eine Folge der erregenden Wirkung desselben auf das peripherische vasomotorische Nervensystem ist. Dabei sei aber den functioneilen Veränderungen in der Herzaction, welche immer auf die Einspritzungen folgen, Bechnung zu tragen.
Angesichts der starken Wirkung des Mittels auf Blutdruck, Atmung und Herzschlag hält der Autor für möglich die Anwendung des Nebennierenextracts in Fällen von Herzschwäche und drohendem Collaps zu empfehlen.