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Aksmoff Peretz. K. lieber das Thiocoll. (Botkin’s klin. Zeitung, 1899, JV« 8,
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Der Ruf des Thiocolls als eines den Magendarmkanal in keiner Hinsicht reizenden antituberculösen Mittels bewog den Verfasser dasselbe an Schwindsüchtigen zu erproben. Seinen Beobachtungen zufolge wird Thiocoll in Dosen bis 8,0 pro die von den Kranken leicht eingenommen, ruft seitens des Magens keine dyspeptischen Erscheinungen hervor und wird sogar von Kranken, die an Verdauungsstörungen leiden, gut vertragen. Eine therapeutische Wirkung hat der Autor jedoch nicht beobachtet.
Nencki, M. Prof, und Za’essks 1. lieber das Schicksal und die praktische Bedeutung des Benzoesäurehyperoxyds und des Calciumhyperoxyds in dem Darmkana! des Menschen und des Hundes. (Russ. Arch. f. Pathol., klin. Med. u. Bacter. Bd. 8, 1899).
Die nächste Aufgabe1 der Verfasser war zu ermitteln, ob Calciumhyperoxyd giftig sei und das Verhalten dieses Mittels gegenüber dem Magensaft. dem Pankreassaft und der Galle aufzuklären. Es erwies sich dabei, dass Calciumhyperoxvd nicht nur in kleineren Dosen, 2—4 grim, sondern auch in grösseren, b — lOgrm., gut vertragen wird. Ferner erkannte man, dass dasselbe unter Abspaltung von Sauerstoff sowohl durch den Magensaft als auch durch ein Gemisch von l’ankreassaft und Galle z< rsetzt wird.
Versuche mit Bcnzoesäureliyperoxyd zeigten, dass es sich im Organismus spaltet und in Gestalt von llippursäure auscheidet. Doch ist diese Spaltung keine vollständige: ein Teil des Hyperoxyds geht durch den Darmkanal unverändert hindurch, sodass es auf die Gährungsprocesse keinerlei Wirkung hervurzubringen im Stande ist. Zum Schluss empfehlen die Verfasser Calciumhyperoxyd als antifermentatives Mittel für den Darmkanal.
Archangelsk!. K. Materialien zur Pharmakologie des Arecolinbromids (Arecoünum hydrobromicum). (MaiepianH irr (JiapvaKojioriii öpoMH-craro apeKo.niHa. (Dissert. Tomsk, 1899).
Wie bekannt, zählen einige Autoren das Arecolin der Gruppe der Muscarine zu, doch ist dessen pharmakologische Wirkung noch ziemlich unklar. Dies bewog Dr. Archangelsk! sich mit demselben zu beschäftigen. Seine an Kaltblütlern angestellt.cn Beobachtungen zeigten, dass bei Fröschen auf eine durch Mattigkeit der Bewegungen charakterisirte Ruheperiode klonische, später auch tetnnische Krämpfe folgen, die mit Lähmung endigen. Versuche unter Entfernung des Gehirns und des verlängerten Marks Hessen erkennen, dass die tetanischen Krämpfe von der Reizung des Rückenmarks herrühren, während die klonischen in der Reizung des Krampfcentrums im verlängerten Mark ihren Grund haben. Die Untersuchung der reflectorischen Thätigkeit dieses Organs nach Türk-Setschenoffs Methode zeigte, dass nach der Einspritzung von Arecolin die Reflexe verstärkt sind, worauf tetanische Krämpfe folgen; später hören die Reflexbewegungen infolge von Erschöpfung der Bewegungscentra des Rückenmarks auf.