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A x A L y s i: s.
Aus den Beobachtungen an Warmblütern erhellt, dass bei ihnen Arecoiin folgende Vergiftungssymptome hervorruft: scharf ausgesprochene Verlangsamung der Herzaction, welche nach tötlichen Dosen in vollkommenen Stillstand übergeht, Arythmie, Schwäche des Pulses, starke, gleichzeitig mit der Verlangsamung der Herziction auftretende, Atemnot, krampfhaftes Zucken der Glied-maassen und Anfälle wirklicher klonischer Krämpfe, Pupillenverengerung, erhöhte Speichelabsonderung, Tränenfluss, stürmische Peristaltik des Darmes, bei Hunden ausserdem noch Erbrechen. Nach gleichzeitiger Einführung von Arecoiin und Atropin wurde bei Hunden Arecolinvergiftung nicht beobachtet, bei Kaninchen dagegen hob das Atropin die Wirkung des Arecolins nicht auf, was der Autor der geringen Empfänglichkeit dieser Tiere für Atropin zu-schreibt. Experimente unter Darschneidung der Nn. vagorum zeigten, dass die Durchschneidung auf die Verlangsamung der Ilerzaction keinen Einfluss ausübte. Der Verfasser sehliesst daraus, dass das Arecoiin die peripherischen Teile des Hemmungsapparats erregt, während das Hemmungscentrum des Gehirns nicht erregt wird.
Bei vorhergegangener Einführung von Atropin ruft Arecoiin Verlangsamung der Herzaction hervor, was ein Beweis dafür ist, dass Lähmung der Beschleuniger an der Verlangsamung keinen Anteil hat. Während der Verlangsamung der Herzaction unter der Einwirkung des Arecolins fällt der Blutdruck; dasselbe befördet die Absonderungen der Submaxillar- und der Pankreasdrüse.
Indem der Autor die Wirkung des Arecolins auf das Herz mit der Wirkung auf die Pupille, auf das Secretionsvermögen gewisser Drüsen, auf die Peristaltik des Darms vergleicht,, gelangt er zu dem Schlüsse, dass diese Wir kungen mit einander in innigem Zusammenhänge stehen, insofern als das Arecoiin die Endigungen der Schädelnerven reizt, doch nur in den Organen, welche glatte Muskelfasern oder drüsenartiges Gewebe besitzen, wobei das Herz sich der glatten Muskulatur anschliesst.
Korowitzki, K. Das Pyramiden und dessen medicinische Verwendung.
(Wratsch, 1899, JV® 50, S. 1479, W 51, S. 1510).
Der Verfasser prüfte die antipyretische Wirkung des Pyramidons an Kranken und gelangte zu folgendem Schlüsse: in allen Fällen, wo es notwendig ist die Frieberhitze zu vermindern, ist es rötlich von Pyramiden Gebrauch zu machen, welches an Schnelligkeit des gewünschten Resultats andern An-tipyretica nicht nachsteht und dabei noch einige Vorzüge vor jenen besitzt. So tritt die Temperaturerniedrigung zwar bald ein, geht aber sehr allmälig von statten und hält lange an. Die darauffolgende Temperaturerhöhung wird von keinen unangenehmen Erscheinungen (Frösteln und dergl.) begleitet, Noch wichtiger ist der Umstand, dass das Pyramiden ganz unschädlich ist, keine depressorische Wirkung auf die Herzaction ausübt, die Zusammensetzung des Blutes nicht verschlechtert und überhaupt keine unangenehmen Nebenerscheinungen hervorruft. Auch als schmerzstillendes, nervenberuhigendes Mittel ist es zuverlässig. Im Hinblick darauf verdient das Pyramiden besondere Beachtung.