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peripherischen Nerven bewirken; in den meisten Fällen sind jedoch letztere widerstandsfähiger und erkranken in der Regel später. Somit können bei der Bleivergiftung die centralen und peripherischen Veränderungen von einander unabhängig entstehen; zuweilen aber, namentlich in langwierigen Fällen, können Störungen in den Nerven infolge von Veränderungen in den motorischen Zellen der vorderen Hörner als secundäre Erscheinungen eintret en. Veränderungen in dem Muskelgewebe stellen sich in der Regel erst spät ein und stehen gewöhnlich zum Teil mit der Abmagerung und Erschöpfung der Tiere, zum Teil mit den Veränderungen in den Zellen der vorderen Hörner und der peripherischen Nerven in Verbindung.
Die Entwicklung der durch Bleivergiftungen hervorgerufenen Paralyse beruht hauptsächlich auf den Störungen in den Zellen der vorderen Hörner. Ist gleichzeitig Neuritis vorhanden, so kann letztere ebenfalls zur Entwicklung des klinischen Bildes der Paralyse beitragen.
Ein Vergleich der Resultate der eigenen Untersuchung mit den aus der Literatur geschöpften lässt den Autor die Meinung aussprechen, dass dem Blei die Fähigkeit überhaupt zukommt auf die Zellen der vorderen Hörner als Krankheitserreger zu wirken, nur tritt diese1 Wirkung bei manchen Tieren schärfer, bei anderen schwächer hervor: unter gewissen Umständen tritt die Erkrankung der Zellenelemente früher ein als unter anderen, geht in einigen Fällen den Störungen anderer Gebiete des Nervensystems voran, bleibt in anderen hinter diesen zurück. Der Charakter und die Dauer der Entwicklung des pathologischen Bildes hängen von der Zeit der Einwirkung und der Menge der Giftes sowie von den individuellen Eigenschaften und dem Alter des Tieres ab. Dies erklärt, nach der Ansicht des Verfassers, die in der Literatur über diese Frage herrschenden Meinungsverschiedenheiten.
Stepanoff, W. Zur Frage nach dem Einflüsse des in Flaschen gefüllten Essentuker Mineralwasser N2 17 auf die Ausscheidung der Aether-schwefelsäuren durch den Harn bei gesunden Menschen, (Dissert. St.-Petersburg. 1899).
Auf seine Beobachtungen sich stützend zieht der Autor folgende Schlüsse: der tägliche Gebrauch von 700 Cc. Essentuker Mineralwasser JV2 17 verringert die Menge der Aetherscliwefelsäuren im Harne nur unbedeutend, dabei wird diese Verminderung nur bei längerem Gebrauch (über 5 Tage) beobachtet, da anfänglich die Menge der Aetherscliwefelsäuren sogar vermehrt ist. Verminderung derselben wurde auch in der nachfolgenden Beobachtungsperiode wahrgenommen. Obgleich eine gleiche Menge destillirten Wassers die Quantität der Aetherscliwefelsäuren im Harne auch vermindert, so wird doch in der nachfolgenden Beobachtungsperiode eine Verminderung derselben nicht beobachtet. Die Ge-sammtmenge der Schwefelsäure sowie der präformirten Schwefelsäure steigt unter der Einwirkung des Essentuker Wassers JV2 17, obgleich in geringem Maasse. Auf die 24-stündige Harnmenge und das specifische Gewicht des Harns übt dieses Wasser keinen merklichen Einfluss aus. Der Harn fängt gewöhnlich an sauer oder neutral zu reagiren. Das Körpergewicht nimmt fast in allen