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ANALYSES.
Poliakoff, W. Dr. lieber die therapeutische Anwendung des Erythrol-Tetranitrats. (Militärisch-meclicinisches Journal, 1899, März).
Wie bekannt,	werden in	England	die gefässerweiternden	Eigenschaften
des Erythrol-Tetranitrats mit Erfolg zur Herabsetzung eines anormal hohen Blutdrucks angewandt. Da in Russland dieses Mittel fast ganz unbekannt ist. so sah der Verfasser sich veranlasst die Resultate seiner Beobachtungen zu veröffentlichen. Aus diesen folgt, dass bei krankhaften Erscheinungen, welche durch verstärkten Blutdruck oder Spasma der Gelasse hervorgerufen werden, die Anwendung von Erythrol-Tetranitrat in sämmtlichen Fällen unzweifelhaft günstige Folgen gehabt hat.
Piassetzki, A.	Ueber die	Wirkung	von Extractum fluidum	Apocyni can-
nabini bei uncompensirten Herzübeln. (Die Wochenschrift, (russisch). 1899, .V 2).
Eigne Beobachtungen an	Kranken	haben den Verfasser	zu folgenden
Schlüssen geleitet:	Ext. fluid.	Apocyni	cannabini verlangsamt	und verslärkr
die	Contractionen	des Herzens, bringt	Regelmässigkeit in dessen Rythmus,
stärkt den Herzmuskel und steigert den Blutdruck. Die Harnmenge wird reichlicher, Stockungserscheinungen schwinden. Dieses Mittel übt weder eine Cumulativwirkung aus, noch bedingt es Nebenerscheinungen. Die Resultate der Behandlung sind sicher und anhaltend. Extr. fluid. Apocyni cannab ist ein gutes Stomachicum. Dasselbe wirkt auch noch dann, wenn Digitalis schon ungenügend ist. Dessen diuretische Wirkung tritt früher ein und ist schärfer ausgedrückt als bei anderen Cardiacs.
Kuschnir, L. Materialien zur Frage nach der Wirkung von Präparaten der Nebennieren aut die Bronzekrankheit lAddäson sche Krankheit). (Wratsch, 1899, V 52, S. 1537).
Die Untersuchung des Stickstoffwechsels bei der Addison’schen Krankheit und des Einflusses, den Nebennierenpräparate auf denselben ausüben, liât den Verfasser zu folgenden Schlüssen geleitet: der Stickstoffwechsel ist bei dieser Krankheit herabgesetzt (88.9%—98.570)- Ungeachtet der geringen Nahrungsmenge, welche die Kranken zu sich nehmen, tritt leicht Gleichgewicht in der Ernährung ein, wobei Ablagerung von Eiweiss und Zunahme des Körpergewichts stattfinden kann. Die Assimilationsgrösse = 90,6%—91,4G"/0. Bei dem Gebrauch von Nebennierenpräparaten (Boeliks Üposuprarenalin) ist der Stickstoffwechsel erhöht (105,8%—105,9%). Es erfolgt Zerfall der Eiweisskörper und Fallen des Körpergewichts. Die Assimilation bessert sich auf 91,55% — 92,84%. Die Pulsfrequenz ist erhöht, das Atmen beschleunigt, der Appetit vermindert. Besserung wurde in keiner Hinsicht beobachtet: die Haut hörte nicht auf dunkler zu werden, die allgemeine Schwäche nahm zu. Aus diesem Grunde glaubt der Verfasser, dass die Nebennierenpräparate den Erwartungen, die sie erregt haben, nicht entsprechen.