﻿ANALYSES.
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unter dem Einflüsse von Lecithin die Assimilation der Eiweissstoffe der Nahrung und die Ernährung des Organismus überhaupt gehoben wird, ausgehend, empfiehlt der Autor eine systematische Untersuchung der therapeutischen Eigenschaften des Lecithins bei solchen Störungen wie Blutarmut, verschlechterte Ernährung, Schwinden der Esslust, Verminderung der Energie des Muskel- und Nervensystems und allgemeine Schwäche. Bei Scrofulösen, an Chlorose und Anämie Leidenden erscheint, seiner Ansicht nach, die Anwendung von Lecithin im Verein mit entsprechenden Eisenpräparaten am zweckmässigsten. Ferner hält Prof. Danilewski das Lecithin bei Erkrankungen des Blutes und des centralen Nervensystems für die beste Form Phosphor in den Organismus einzuführen.
Dietrichson, W. Zur Pharmakologie des Nirwanins. Aus Prof. A. S. Po-
poff’s pharmakologischem Laboratorium zu Charkoff (Wratsch, 1900,
A 21, S. Gib).
Der Autor untersuchte die Wirkung des Nirwanins an Tieren und gelangte zu dem Schlüsse, dass es <keineswegs zu den ganz unschuldigen Mitteln gerechnet werden kann». Die Giftigkeit dieses Mittels ist eine viel stärkere als wie von Joanin, Manquât angegeben wird. Dies bezieht sich ebensowohl auf diejenigen Mengen, die nur allgemeine Erregung, von gesteigerter Reflexthätigkeit begleitet, hervorrufen, als auf solche, weiche Krämpfe zur Folge haben oder unbedingt tötlieh wirken, ln der Erregungsperiode tritt zu allererst die Erregung der psychomotorischen Centra, von Trübung des Bewusstseins und meistenteils unangenehmen Hallucination begleitet, hervor. Tiere (Hunde und Katzen) haben das Aussehen von Hundswut befallener, und kann dieser Zustand zuweilen sehr lange dauern. Bei tötlichen Dosen treten immer tonische und klonische Krämpfe ein, wobei letztere im Uebergewicht. Jedesmal, selbst nach solchen Menge von Nirwanin, wenn sich die Tiere ziemlich rasch erholten, erfolgte bei dem Beginn der Erregung unfreiwillige Defäcation, häufig auch Uriniren. Fast während der ganzen Vergiftungsperiode und auch nachdem der Hund sich schon erholt hat, wird vermehrte Speichelabsonderung beobachtet. Wie bei dem localen AppJiciren von Nirwaninlösungen auf die Hirnrinde, so auch bei der Einspritzung solcher unter die Hülle und in die Ilirn-substanz selbst beobachtet man Erregung, darauf aber mehr oder weniger deutlich ausgesprochene Depression. Bei erneuerter Vergiftung von Tieren, sogar nach einem so langen Zeiträume wie 1 0 Tage, riefen fast unschädliche Mengen der Substanz starke Gifterscheinungen hervor, grössere verursachten sogar den Tod. Dieser Umstand kann entweder der Cumulativwirkung des Nirwanins oder irgend welchen andern beständigen Veränderungen im Körper, welche nach der Einwirkung des Nirwanins in demselben zurückgeblieben waren, zugeschrieben werden. Die gewöhnliche Berechnung einer gewissen Giftdosis auf das Kilo Körpergewicht scheint hier keine wesentliche Bedeutung zu haben, da kleine Tiere ziemlich grosse Dosen Nirwanin vertragen, grosse dagegen, denen, der Berechnung nach, grössere Mengen eingeführt werden dürften, schon von weit kleineren Dosen zu Grunde gehen.
